Rückblick auf eineinhalb Jahre

Manchmal ist das Leben schon eigenartig und kurvig. Nachdem ich wahnsinnige Anstrengungen am Anfang meines Masters hatte und gleich danach innerhalb von drei Monaten zu zwei Psychologen ging, geht es mir nach der Tagesklinik einfach wirklich gut. Mich wundert es immer noch, dass meine anfänglichen Depressionen nicht erkannt wurden und diese zu einer mittleren und anhaltenden chronischen Depression führten. Es war richtig mühsam alles immer wieder zu erzählen und zu erklären wie ich mich fühle. Ich fühlte mich einsam, meine damaligen Freunde waren weg, hatte mit meiner Familie keinen Kontakt, zudem haben diese mir immer wieder mehr oder weniger grosse Steine in den Weg gelegt, im Studium konnte ich nicht mehr lernen oder zuhören, war vergesslich, keine Motivation für gar nichts und hatte finanzielle Probleme. Und das ist hier nur eine Auswahl meiner Problematiken, mit denen ich zum ersten Psychologischen Dienst der Universität ging. Der Ratschlag war einfach: mehr Sport.
Dabei war ich allerdings nicht mehr fähig Sport zu machen und so zerbrach immer mehr und der Teufelskreis drehte sich immer mehr nach unten.
Bis ich dann nach drei Monaten wieder einen Anlauf nahm. Dort kam der Ratschlag, dass ich in eine Skill-Gruppe gehen und später die Probleme mit meinen Eltern aufarbeiten soll. Die Skill-Gruppe war allerdings voll und ich hätte drei Monate warten müssen.
Währenddessen konnte ich aber gar nicht mehr in irgendwelche Vorlesungen gehen, konnte nicht mehr lernen oder andere Dinge machen.
Eine einzige Person war während der ganzen Zeit hier: mein Freund. Meine einzige Unterstützung. Der Einzige, der immer zu mir gehalten hat. Egal was andere Personen zu ihm sagten. Er blieb einfach an meiner Seite, egal wie ich war. Während meiner Krankheit hatte er oft genug Gründe mich zu verlassen. Er hat es nicht getan.

Nach drei Monaten, wenn ich zurückdenke, finde ich es von dem psychologischen Dienst unverantwortlich so zu reagieren. Das sind nicht einfach Lernprobleme, sondern wirklich Gründe, bei denen sich bestimmt andere Menschen das Leben genommen hätten.
Wäre ich absolut alleine dagestanden hätte ich es irgendwie versucht. Daran gedacht habe ich öfters. Aber das ist auch ganz normal. Gemacht hätte ich es aus einem einzigen Grund nicht: mein Freund. Der einzige und alleinige Grund. Er war immer an meiner Seite.

In drei Monaten konnte ich über vieles Reden und Nachdenken. So habe ich eine wirkliche Entwicklung hinter mir. Ich bin nicht mehr in Höchstspannung, sondern  kann das Leben geniessen. Es fühlt sich manchmal wie ein anderes und neues Leben an. Ich kann wieder Träumen, kann meine Gefühle spüren und diese ausdrücken. Ich entdecke mich praktisch neu. Entdecke immer mehr Dinge, die ich gerne machen würde und merke, dass das Leben schön bunt sein kann.
Mehr oder weniger bin ich ein anderer Mensch gewesen. Die Krankheit hat eineinhalb Jahre gedauert und ich habe ein Jahr meines Masters vor mir. Meine Vorstellungen gingen absolut ins Gegenteil, aber ich muss damit leben. Ich bin weder positiv noch negativ für meine Zukunft, sondern versuche im Hier und Jetzt zu leben. Zurückblicken ist nicht so schön und macht nur traurig. Wenn ich an die verpassten Dinge denke, kann ich den jetzigen Zeitpunkt nicht mehr geniessen. Dadurch verpasse ich noch mehr Dinge.
So versuche ich Dinge auszuprobieren und zu merken, ob sie mir gefallen oder nicht. Ich will nicht mehr so viel nachdenken, sondern mich einfach spüren.

Schriftliche Arbeit III

Also nachdem mal wieder eine Verwirrung über meine Arbeit, meine letzte Arbeit über die Stadtentwicklung, vorhanden war, habe ich jetzt das Resulta:

… ich komme leider wiederum zum genau selben Ergebnis, also wiederum eine Note 3.

Ach und ich hätte auch meinen mündlichen Vortrag verbessern können. Der war auch eine 3.
Aber sie sind ja entgegendkommend und lassen mich, nachdem ich wieder gesund bin, den Vortrag wiederholen.

Die Fragen sind:
1. Was genau wird sich ändern: das Thema bleibt ja schliesslich gleich?
2. Was genau hätte ich noch besser machen können, denn in dem Vorgespräch war ja alles so abgemacht wie ich es geschrieben habe? Ich sehe keine Möglichkeit der Verbesserung.
3. Auf was genau will er hinaus? Was passt ihm wieder nicht? Die gleichen Punkte? Damit wären wir bei Punkt 2.

Wie kann eine Arbeit nur solche Probleme verursachen? Nie habe ich eine so schlechte Note bekommen, korrigiert und die gleiche Note bekommen.
Hier die neue Version

 

Tagesklinik update 

Jetzt bin ich fast einen Monat in der Tagesklinik. Am Anfang war es eine grosse Umstellung und auch jetzt noch nicht kann ich auf alle Fragen dort eine Antwort finden.  Jeder sagt mir, dass es Zeit braucht. Aber wie kann ich mich voll auf mich konzentrieren, wenn ich dauernd irgendwelche Probleme mit der Universität und dem Bafög-Amt habe? So will das Amt Unterlagen, die  die Universität nicht geben kann.  Dann muss ich mich darum kümmern, dass die Unterlagen mit einer Erklärung der Universität nicht gegeben werden können. Gleichzeitig will das Amt auch einen Notenüberblick, der allerdings mir von der  Universität nicht vollständig ausgehändigt wurde. Jetzt kann ich wieder mit der Universität Kontakt aufnehmen und die fehlenden Vorlesungen reklamieren. Das ganze ist so mühsam, dass ich irgendwie keine lust mehr verspüre irgendwelche Anträge zu machen. Aber ich brauche in gewisser Weise das Geld. Aber dieses hin und her, Auskünfte da abgeben, Unterlagen dort anfordern. Auf die richtigen Unterlagen warten und sich darum kümmern, dass alle Unterlagen kommen und diese richtig ausgefüllt sind.  Das ist schon eine Herausforderung für normale Menschen. Für mich dauert alles so lange und es wird keine Rücksicht genommen, dass ich nicht mehr belastbar bin. 

Von der Tagesklinik bekomme ich wenigstens etwas Hilfe. Ich kann alle meine Sachen dort machen. Aber das ist gleich mühsam. Sonst hilft mir niemand. Unterstützung von der Universität bekomme ich nicht. Es gibt also keine Stelle, zu der ich hingehen könnte und bei der ich alles klären könnte.  Helfen würde es mir schon wahnsinnig, wenn ich die erforderlichen Unterlagen erhalten würde und die vollständig sind.  

Ich kann auch nicht sagen „ich habe so viel geschrieben während des Studiums. Jetzt möchte ich meinen Abschluss ohne Masterarbeit“. Was nur folgerichtig wäre, denn die Universität arbeitet genau so. Alles im Ansatz okay, aber die Durchführung ist mangelhaft. Ich darf mich wieder mit der Universität auseinander setzen. Das nimmt mir die Kraft, denn ich bin absolut in den Rädern gefangen. 

Deshalb habe ich auch Stimmungsschwankungen. Mal vergesse ich die jetzigen Probleme und gleich am nächsten Tag fühle ich mich überfordert. Selbst darüber zu sprechen ist sinnlos geworden, denn das Problem wird sich erst ändern, wenn ich alle Unterlagen vollständig abgegeben habe und keiner mehr auf die Idee kommt andere zusätzliche Informationen zu verlangen.

Darüber hinaus bin ich jetzt exmartikuliert.  Ich habe den Antrag zu rechtzeitig abgeben, aber die Tagesklinik stellte mir die Bestätigung erst später aus.  Anträge werden allerdings nur vollständig bearbeitet. So konnte ich mich auch damit auseinander setzen. Das Problem war, dass das Terminende der 31.9 gewesen ist, ich am 27.9 in die tagesklinik kam und die Bestätigung dadurch erst am 3.10 erhielt. Im System der Universität war es vermerkt. Also wieder einen Rekurs gestellt. Auch so etwas nimmt die Kraft. Und dabei sollte ich mich erholen und neue Kräfte aufbauen. 

Was für ein Verein 

Gerade stehe ich an der Bushaltestelle und überlege mir ernsthaft. Ich hatte gerade eine Sitzung mit einem Verein, bei dem ich mitmache,  aber kein Mitleid bin. Bei der Vorstellung meiner Gruppe würde auch der Blog vorgestellt. Allerdings hiess es dann, dass die Verlinkung sowieso nicht funktioniert und es nicht notwendig sei diesen zu zeigen. Und der Name wurde kritisiert, dass er nicht aussprechbar ist. Nun gut, der Verein hat sich in der Präsentation nicht mit Lorbeeren bekleidet. Ich habe mir so viele Zeit für den Blog genommen. Jetzt bin ich wahnsinnig sauer und hätte grosse Lust das zu schreiben. So geht man nicht mit einem Mitglied um.  

Tagesklinik 

Morgen werde ich meinen ersten Tag in der Tagesklinik haben. Wer hätte das gedacht, dass es passiert? Dass ich einmal so krank sein werde, dass ich nicht mehr arbeiten kann? Ich weiss nicht was auf mich zukommt und was passieren wird. Ich weiss nicht wie die Leute drauf sind. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt. 

Schriftliche Arbeit II

Wie bereits geschrieben, habe ich die Arbeit der Stadtentwicklung überarbeitet.
Abgabe war der 15.08.2016 und bisher habe ich noch rein gar nichts bekommen. Ich weiss nicht einmal, ob die Arbeit dort angelangt ist. Nachgefragt habe ich nicht mehr, da mir das eigentlich egal geworden ist. Wenn ich die alte Version veröffentliche, dann muss ich dies natürlich auch mit der neuen Version machen.

Ich werde mir ein Urlaubssemester nehmen und in eine Tagesklinik gehen. Nach einem kleineren Zusammenbruch nach meinem Geburtstag bzw. an dem Tag mit späteren Auswirkungen, habe ich die Einsicht nicht mehr so weiter zu machen wie bisher. Ich will wieder normal leben und das kann ich im Moment nicht. Im Moment habe ich auch keinerlei Motivation für irgendwas. Am Wochenende ist es immer etwas besser. Aber dafür die Wochentage sehr deprimiert. Somit bin ich auf der Liste auf einer Tagesklinik.

schriftliche Arbeit

Schriftliche Arbeiten sind manchmal sehr frustrierend. Hier ein Beispiel über die nachhaltige Stadtentwicklung in meinem Nebenfach: nachhaltige Stadtentwicklung

Bisher habe ich hier noch nie irgendwelche Arbeiten veröffentlicht. Aber die hier ist speziell, denn sie wurde mit einer 3 honoriert. Dies gilt als nicht angenommen, da 6 die beste Note und 1 die schlechteste Note ist.

Der Entstehungsprozess zu dieser Arbeit war extrem frustrierend. Die grosse Idee war, dass ich über nachhaltige Städte in Europa schriebe. Die Arbeit sollte einen Europa-Bezug haben, da dies ja mein Hauptfach ist.
Also viel mir ein, dass es europäische Indikatoren gibt, mit denen die Städte untersucht werden könne. So dachte ich nehme mir einige Städte aus der EU heraus und vergleiche die untereinander. Schwierigkeit dabei war, dass es 1000de grössere Städte existieren. Nachdem schon meine Disposition nicht angenommen wurde, schrieb ich 13 Seiten, in denen ich die Wichtigkeit darlegte, die einzelnen Indikatoren auflistete. Aber ich ging nicht auf seine Frage ein. Er wollte wissen, was so neu an der Untersuchung war und warum ich das machen will. (Stand nebenbei auch in der Disposition) Nun, der erste Entwurf, die Disposition, der Arbeit wurde nicht angenommen. (Nebenbei bemerkt, ich glaube kaum, dass er sich die Disposition RICHTIG durchgelesen hat. Denn die Idee wäre nicht umsetzbar gewesen)
Während der Vorstellung  meiner veränderten rbeit hielt ich einen Vortrag über 10 Minuten was genau ich vergleichen will. Sowohl der Professor als auch der Assistent haben nicht verstanden, dass ich um die 80 Städte, die sich für einen europäischen Award bewarben, pro Indikator (6-12 je nach Auslegung) vergleichen will.
Da hatte ich schon die Befürchtung, dass die Arbeit nicht gut wird. Ich hatte die Befürchtung, dass er nicht versteht was ich machen will. Idee: 80 Städte pro 12 Indikatoren vergleichen. Ich habe total verständlich erklärt, dass ich 12 Indikatoren habe und 80 Städte an Hand diesen vergleichen will. (zur Erklärung: ich hatte ein Bild an die Tafel gezeichnet: Stadt X wird mit Stadt Y mit Indikator 1 und 2 verglichen.) Der Vortrag wurde nicht verstanden. Die Idee und meine Thematik, meine Theorie wurde nicht verstanden. UND absolut neu ist das ganze auch, weil nie irgendjemand diese Städte des Award miteinander vergleichbar machte.

Die Arbeit wurde also nicht angenommen. ICH bezweifle ganz ganz stark, dass er verstanden hat was er gelesen hat. Ich habe kein Feedback bekommen, weiss also nicht WARUM sie nicht angenommen wurde.
Und da ich noch NIE so eine schlechte Arbeit geschrieben habe, poste ich sie hier. Sonst liegen meine Noten zwischen 5,5 und 4,5. Als wenn irgendjemand eine Idee hat WARUM es so schlecht ausfällt, gerne in die Kommentare. Selber bin ich ratlos, frustriert, wütend und verständnislos.

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