Bürokratie

Hier in der Schweiz brauche ich eine Aufenthaltsgenehmigung. Eigentlich läuft das so, dass man zur Fremdenpolizei geht und ihn beantragt. Nun bei mir lief das etwas anders.
Am ersten Tag wollte ich mir beim Amt für Migration diese Genehmigung hohlen. Ich füllte die Unterlagen aus und es lief soweit alles gut. Wenn die Genehmigungen durch ist, bekomme ich einen Ausländerausweis zugeschickt. Nach dem Antrag muss man sich schliesslich noch beim Bürgeramt/Rathaus anmelden. Die Beamtin von Amt für Migration meinte, dass ich mit der Bestätigung, die ich bekommen hatte, zum Bürgeramt gehen kann. Natürlich machte ich das gleich am nächsten Tag mit Michi. Nun es funktionierte nicht. Sie wollten noch einmal die die Unterlagen, die ich zuvor schon beim Amt für Migration aufgefüllt hatte. Nun Michi hatte ihren Antrag noch nicht beantragt also spazierten wir zusammen nochmal da hin. Da sie schlauer war als ich und wir von meinem hin und her geränne gelernt hatten, nahm sie eine Kopie der Unterlagen mit und gingen mit diesen nochmals zum Bürgeramt. Dort gab sie alles ab und ist nun hier gemeldet.
Bei mir ging es weniger schnell. Als wir das zweite mal beim Amt für Migration waren, und sie die Unterlagen abgab, wollte ich von meinen eine Kopie. Nun die Beamtin meinte, dass es nicht möglich sei, denn sie wären schon in Bearbeitung und sie könne sie nicht mehr heraussuchen. Also muss ich nun warten bis ich meinen Ausweis habe und nochmals zum Bürgeramt gehen. Dieser Ausweis dauert etwa 10 Tag und dann habe ich noch 4 Tag um mich beim Bürgeramt zu melden.

Michi bekam aber zusätzlich noch Kaliumtabletten, denn 20 KM von hier steht ein Atomkraftwerk. Da war ich neugierig und las mir ihren Beipackzettel durch und dort stand, wenn Behörden Störfelle im Radio durchgeben, müsste man sie nehmen. Die Tabletten reinigen dann den Körper von der Radioaktivität.
Mich beruhigt das überhaupt gar nicht. Ich wollte auch nie in der Nähe von einem Atomkraftwerk wohnen.
Noch ein Grund mich da anzumelden.

Nun ja, bei mir dauert es immer etwas länger. Ich war jetzt jeden Tag beim Amt für Migration. Einmal alleine, das zweite Mal zeigte ich Michi das Amt, das dritte Mal holten wir die Unterlagen für sie und das vierte Mal gaben wir ihre Unterlagen ab.
Und ich war drei Mal beim Bürgeramt. Das erste mal alleine, weil ich nicht wusste wo ich die Aufenthaltsgenehmigung bekomme, das zweite mal mit der Bestätigung des Amtes für Migration und das dritte mal mit Michi als sie ihre Unterlagen abgab.

Was mich an dieser Sache so nervt ist, dass die Beamten wissen müssten, dass die vom Bürgeramt auch die Kopie der Unterlagen haben wollten. Das ist eben nicht der Fall. Und ich wusste es auch nicht besser und konnte so nichts machen.

geschrieben am 9.9.2010 12:17
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