Ein Jahr: Veränderungen

Was sich in einem Jahr so alles verändern kann. Vor einem Jahr war ich unterwegs nach London mit Michi, die mit mir Medien studiert und im gleichen Wohnheim wohnt.
Jetzt sprechen wir nicht mehr gross zusammen, sie hat ihre beiden Nebenfächer gewechselt und ist hauptsächlich in Zürich.
Wir sprechen deswegen nicht mehr, weil ich einfach keine Lust habe immer und immer wieder mit der Küche anzufangen. Bei mir plobt es schon fast im Gehirn „Küche?“ wenn ich sie sehe.

So sprechen wir nicht mehr. Das Geld, dass ich ihr „geliehen“ habe, ist bis jetzt noch nicht zurückgezahlt worden. Und ich weiss es schon seit einer langen langen Zeit, dass ich das nicht zurückbekommen werde. Sie hat sich wahrscheinlich einfach verrechnet. Das geht auch so schnell. Du denkst, dass du es jemand zurückzahlst und gibts es ihr in Gedanken oder im Schlaf zurück. Und schon ist es zurück gezahlt.

Dann habe ich mit den anderen von den Deutschen3 auch nicht mehr viel zu tun. Ich bin ja immer die böse, die rum meckert und  die Leute zur Sau macht, wenn mal wieder nicht abgespült ist.

Aber als ich mit ihnen geredet habe: gab es lustige Anekdoten zu hören.
1. Anekdote:
Eine will sich einen Fernseher kaufen und ihn in ihr Zimmer stellen. Da habe ich mal gefragt wie sie denn die Sender empfangen könne, denn es gibt auf den Zimmern keinen Kabelanschluss und keinen Telefonanschluss. Da meinte sie „Man kann ja durch einen Receiver die Sender bekommen.“ Hm, aber woher weiss der Receiver, dass er was empfangen kann? Das konnte sie mir auch nicht sagen. Jetzt weiss ich nur nicht, ob sie sich einen Fernseher kaufen will und den da stehen lassen will. Er passt ja optisch zu ihrem Drucker, der ohne Druckerpatrone als Abstellplatz fungiert.
Vielleicht hat sie auch Lust, einfach so Schnee zu schauen.

2. Anekdote:
Eine andere spricht kein französisch und hatte die glorreiche Idee, es zu lernen um dann hier in einem französischen Kanton zu arbeiten. „Man braucht ja nur A2 oder höchstens B1 um hier im Geschäft zu stehen.“ Als Verkäuferin von Kleidungen braucht man also nur A2 oder B1 um über die runden zu kommen? Da kann man dann sagen „Das Kleid ist sehr schön.“, „Es steht Ihnen gut.“, „Das hat es auch in blau.“ Wie will sie mit den Kollegen reden? Wie will sie sich überhaupt vorstellen, wenn alles auf französisch läuft?
Das habe ich sie dann auch gefragt, aber da meinte sie nur, dass das schon gehen würde.

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