Gewöhnungssache

Wenn man hier wohnt gewöhnt man sich so verschiedene Dinge an.
So habe ich mir angewöhnt, alles da liegenzulassen wo es gerade ist.
Wenn irgendwo Sachen herumstehen, werde ich diese nicht aufräumen. Hängt etwa eine Woche die Wäsche auf den Bügeln bin ich einfach arschig und hänge sie ab und lege sie auf das Bügelbrett. Von Zusammenlegen hat ja keiner irgendwas gesagt.
Auch räume ich niemanden mehr das Geschirr hinter her.
Übrigens der Kuchen steht immer noch auf der Veranda.

Aber auch ganz andere Sachen gewöhnt man sich hier an.
So ist ein Brot für etwa 3 Franken ganz normal. Auch die Milch für etwa 2 Franken total günstig. Sowie der Käse für 5 bis 7 Franken ganz ok.
So verändern sich die Relationen.

So warte ich manchmal 15 Minuten auf den Bus. Früher unvorstellbar, jetzt ganz normal. Auch in der Früh schaffe ich jetzt schon immer einen Bus früher als letztes Jahr.

Es sind einfach solche Sachen, an die man sich gewöhnt. Langsam kennst du dich in der Stadt aus, fühlst dich schon fast daheim und vermisst es hier wegzugehen. Hast Freunde hier gefunden.

Deswegen finde ich es auch so schade, dass im Wohnheim immer wieder Leute gehen. Demnächst geht nämlich auch wieder eine. Du lernst sie kennen, findest sie entweder sympathisch oder nicht, und wenn du sie nett findest freundet ihr euch an.
Wenn wieder eine neue kommt, geht das ganze von vorne los.

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