Essenz: Mikroökonomie

In VWL haben wir alle zwei drei Wochen Übungen. Dafür stehen im voraus die Blätter zur Verfügung. In einer der letzten Übungen war die Frage, ob das Eigeninteresse eines Konsumenten mit einem uneigennützigen Konsumverhalten vereinbar ist.
Das Eigeninteresse der Konsumenten geht dahin, dass diese ihre Ausgaben so gering wie möglich halten wollen. Oder sie wollen Nutzen maximieren.

Ich meine, diese Frage ist doch Interpretation.  Wenn ich mich strickt an das Eigeninteresse und der Ausgabenmaximierung halte, dann gebe ich nur für mich etwas aus. Und nehme nur das günstigste.
Da habe ich in der Stunde gesagt, dass diese beiden nicht zu vereinbaren sind. Denn wenn man nur auf sich selber schaut, gibt man auch kein Geld für andere aus. Somit ist das uneigennützige Handeln nicht zutreffend.
Dann kam das Gegenargument, dass es im Eigeninteresse liegen kann, wenn man für andere etwas ausgibt. Denn nur für sich Geld auszugeben macht einen nicht glücklich.
Aber Glück und Zufriedenheit sind für mich auch nicht im Nutzenmaximierung.
Ich weiss ja nicht, aber ich kann beides nachvollziehen. Wahrscheinlich habe ich schon eine andere Sicht auf die Dinge.
Auf alle Fälle war ich falsch und die anderen richtig. Ich wollte aber eigentlich nur fragen, ob man diese Frage auch uminterpretieren kann. Denn für mich ist sie das.

Oder was hält man von der Frage: „Wenn die Nachfrage eines Haushalts nach einem Gut mit zunehmendem Haushaltsbudget steigt, dann wird sie bei einem steigenden Preis dieses Gutes sinken.“ Aber meine einfache Erklärung:“Es liegt noch im Budget drinnen und es ist vollkommen unerheblich, ob der Preis steigt oder fällt, denn der Konsument kann es sich eh leisten.“ Aber auch das ist falsch. Denn man muss – alles – mathematisch zerlegen und beweisen. So steigt das Budget mehr als der Preis steigt. Ich lese das zwar nicht aus der Aufgabe, aber dann ist das eben so.

Irgendwie habe ich noch nicht die Idee der Mikroökonomie in mich aufgezogen.  Ich tu mir einfach schwer, diese nachzuvollziehen.
Und die anderen werfen in den Übungen mit Rechenschritten um sich, von denen ich nicht einmal gehört bzw. vergessen habe. Das ist so deprimierend, wie die das schon alles so gut wissen. Und ich kann noch nicht einmal ableiten.
Aber die Ökonomen leiten ja praktisch alles ab. Zuerst irgendwelche Funktionen aufstellen. Und dann ableiten. So kann man eigentlich auch 90% der Übungen erklären. :))

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