Und wo kaufst du?

Vor einiger Zeit gab es im Schweizer Fernsehen in der Sendung Arena, einem Polit-Talk über aktuelle Themen und Abstimmungen, einen Beitrag über den Einkaufstourismus nach Deutschland.
Der Anlass war eine Broschüre über grenzenloses Einkaufen, das der Konsumentenschutz herausbrachte.
In dieser Sendung kamen verschiedene Leute zu Wort, die immer mal wieder nach Deutschland, Frankreich oder Österreich fahren um dort unterschiedlichste Sachen zu kaufen.

Da musste ich auch mal überlegen, wie das bei mir und meinem Umfeld ist.
Hier im Wohnheim gibt es schon Leute, die immer und immer wieder nach Deutschland fahren um dort einzukaufen.
Aber die fahren nicht in die Ferien und bringen sich etwas mit, sondern sie fahren von hier extra nach Deutschland. Von hier braucht man etwa 3 Stunden um dort hin zu kommen.
Ich weiss nicht, aber für mich lohnt es sich einfach nicht, extra hinzugehen und dann einzukaufen.
Da braucht man mehr Zeit, die man anderes investieren könnte.

Wie das nun bei mir ist:
Viel kaufe ich nicht in Deutschland ein.
Ausser Kosmetik, Waschmittel und Büromaterial kaufe ich in Deutschland nichts. Wenn ich wieder aus München zurückkomme hat eh kein Essen mehr Platz in meinem Koffer.  Ausserdem was weiss ich denn, was ich in einem Monat essen will.
Kosmetik – und das verstehe ich nicht – ist hier wirklich sehr sehr teuer. Für ein ganz normales Shampoo oder Duschgel zahle ich hier zwischen 5 und 8 Franken. Und in Deutschland bekomme ich die für höchstens 4 Euro.
Genauso Waschmittel. Ein Liter Persil (oder ein anderes) kostet hier etwa 10 Franken. in Deutschland bekomme ich das für 3 Euro.
Auch verschiedene Zeitschriften sind hier teurer. So kostet die GeoEpoche hier 18 Franken. Wogegen man die für 9 Euro bekommt.

Da kann mir auch keiner erzählen, dass sie die Zeitschrift mit anderen Werbeanzeigen auffüllen und nochmals editieren. Die ist ein zu eins genauso wie in Deutschland.
Das Problem ist, wenn man sie haben will und man nicht extra nach Deutschland geht, leistet man sie sich einfach. (oder abonniert sie).

Büromaterial ist teilweise auch relativ unverhältnismässig. Page-Marker kosten hier zwischen 7 und 10 Franken. In Deutschland kosten genau die gleichen etwa 2-3 Euro. Wo kommt eine solche Verteuerung her?
Daher kaufe ich die in Deutschland.
Bei den Blöcken sieht es etwas anders aus. Man bekommt für 5 Franken ein ganzen Pack, bestehend aus zwei Blöcke. Und der Preis finde ich voll in Ordnung. Denn in Deutschland zahlt man für einen Block auch zwischen 1 und 2 Euro.

Aber es gibt auch Sachen,, die in der Schweiz günstiger sind.
Nudeln zum Beispiel. Und da meine ich sogar die richtig teuren, die 5 Franken kosten.
Auch Reis ist hier günstiger.
Butter ist zwar hier teuer, dafür schmeckt sie anders bzw. besser.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich relativ wenig in Deutschland einkaufe. An Nahrungsmittel vermisse ich eigentlich gar nichts. Und das was ich hier kaufe ist in Deutschland auch nicht günstiger.
Aber ich verstehe die Leute, die nach Deutschland fahren um dort zu kaufen. Wenn sie denn in der Grenzregion wohnen. Wenn man in Genf oder eben hier wohnt verstehe ich das nicht mehr.

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