Gestrandet in Bern

Als ich einmal in Bern meinen letzten Zug verpasst hatte, dachte ich mir in die Stadt zu gehen und nicht dumm am Bahnhof zu warten. Aber es stellte sich als nicht gut heraus.
Zuerst wurde ich von Taxifahrern verfolgt, die dumm in der Altstadt herumfuhren auf gut Glück Gäste zu finden. So hielten sie neben mir an oder fuhren sehr langsam an mich heran.
Das fand ich sehr komisch und war etwas unangenehm.
Aber was mich erstaunte war, dass mich keine der Vielzahl von Leuten auf den Strassen ansprach. Zum Glück, denn ich war müde.
Als ich so entlang lief nichts ahnend und froh, dass mich keiner ansprach, sprach mich doch einer an.
Und der war schlimmer als alles andere. Denn er war penetrant bis aufs Blut. Er meinte, dass er in Bern wohnen würde und ich bei ihm schlafen könnte die Nacht. Ganz genau bei ihm impliziert dieses mit ihm. Je mehr ich ablehnte desto drängender wurde er. Aber da ich absolut zickig und einsilbig immer wieder ablehnte un zusätzlich meine Nummer nicht bekommen hatte, ist er abgezogen.
So kam es, dass mir der einsame Bahnhof ohne Menschen lieber und sicherer vorkam als die Stadt. Gerne will ich noch am Abend an die Aare, will aber gar nicht wissen was mich dort erwarten würde.
Dann habe ich halt doch am Bahnhof gewartet.

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