Expo Milano 2015: die Ausstellung

Vor einiger Zeit war ich mit meinem Freund in Mailand um die Expo zu besuchen. Sie findet in regelmässigen Abständen in unterschiedlichen Städten mit jeweils einem anderen Thema statt.
Dieses Jahr ist es also Mailand.
Im Vorhinein gab es in der Stadt immer wieder Proteste gegen den Bau des neuen Messeareals. Für die einen war es zu teuer, für andere ergab der Bau keinen Sinn und für andere war es eine Fläche für Korruption. Während dem Bau gab es immer wieder Korruptionsvorwürfe und es wurden auch die führenden Bauunternehmer oder lokale Politiker entlassen. Es gab eine grosse Anzahl an Korruptionsfällen. Letztendlich sollte ein Kontrollverfahren gegen Bestechung eingeführt werden, doch das wurde ein Jahr vor der Fertigstellung etwas abgemildert um die Fertigstellung einzuhalten. Natürlich sollte dadurch auch schlechte Presse in diesem Zusammenhang vermieden werden. Das letzte klappte allerdings nicht so ganz.
Alles in allem wurde sie rechtzeitig fertiggestellt und verschiedene Länder präsentieren sich nun in unterschiedlicher Qualität und Bezug zum Thema „Feeding the planet, energy for life„.

Schweiz hat etwas ganz besonderes aus dem Thema gemacht. Die haben einen Pavillon, der sich den Themen Wasser, Salz, Kaffee und Äpfel für unter anderem ein traditionsbewusstes und nachhaltiges Land annimmt. Das Thema Wasser wird durch die Darstellung des Gotthards verdeutlicht. Der Sponsor Nestlé präsentiert sich mit einigen Produkten im Restaurant und einem Take-away. Zudem gibt es Informationsstände der Schweizer Landwirtschaft. Für das Restaurant muss man mit einem Aufzug in den ersten oder zweiten Stock fahren. Das witzige ist, dass dies etwas kostet. Aber der Pavillon besteht aus Produkten, die man sich mitnehmen kann. So senkt sich der Pavillon ab. Mit dieser Methode will man auf die Verschwendung der Lebensmittel aufmerksam machen (Bericht der padiglionesvizzero, Internetpräsenz des Pavillon).

Deutschland hat sich eher dem Thema energy for life angenommen. Sie stellen eine neue Produktionsweise von Solarenergie aus. Leider konnten wir nicht in die Ausstellungssaal, weil der Hessische Ministerpräsident vor Ort war und dort eine Pressekonferenz abhielt (Hier die Internetpräsenz des Pavillon).

Anekdote zu den beiden Pavillon: mein Freund fand das ganz unsinnig in beide zu gehen, da wir beide die Länder kennen und es sich somit nicht lohnt.

Ganz begeistert war ich vom belgischen Pavillon. Er hat sich mit der Thematik für eine nachhaltige Entwicklung eingesetzt. Dazu haben sie sich ausgedacht, wie man Gemüse mit weniger Treibhausgasen und weniger Platz produzieren könnte.
Allerdings dient jeder Pavilion auch zur Darstellung seiner eigenen Produkte und des eigenen Landes. Daher wurden kurz vor dem Restaurant auch noch belgische Schokolade verteilt. Damit man vielleicht gleich noch welche mitnimmt aus dem Restaurant (Bericht).

Witzig war auch die Präsentation von Russland und USA, wenn man die vergleicht. Russland hat auf die Probleme bei der Herstellung und der Produktion der Lebensmittel hingewiesen (). USA dagegen fand die ganz Herstellung super und thematisierte in keinem Punkt, dass sie Gen-Produkte anbauen. Auch fanden sie die Massenproduktion ganz toll. Allerdings hatten die eine Innovation: der hängende Anbau von Salat (Russland, Amerika). Russland hat mir auch vom Design und der Bauweise gefallen.

Österreich hatten auch eine sehr gute Idee, wie man den Ausstoss von CO2 verringern kann und dafür mehr Sauerstoff produzieren kann. So bauten sie einen kleinen Wald, durch den die Besucher gehen. Dabei wird man auf die Lebewesen und Pflanzen aufmerksam gemacht. Das ist wirklich sehr einleuchtend, aber wenig durch praktikabel.

Allerdings konnten wir nicht in alle Pavillons gehen, da wir einen Tag zur Verfügung hatten. Einige haben wir ausgelassen, weil sich eine Menschenmenge davor versammelten und angestanden sind. Da wir etwas negative Erfahrungen gemacht haben mit Anstehen, wollten wir das nicht noch einmal und gingen weiter.
Aber letztendlich kann man sehr viel Anstehen und sich mit mehr oder weniger Informationen zu Frieden geben.
So gab es wirklich schöne Pavillons, die mich wirklich fasziniert haben. Aber als man drinnen war, war nichts mehr zu sehen.
So etwa Vietnam, bei dem das Innenleben aus Töpfen und Bildern bestand. Das hatte relativ wenig mit dem Thema zu tun.
Nepal hatte auch ein sehr schönes Gebäude. Die Informationen waren dagegen relativ unspektakulär und unattraktiv gestaltet.

Essen waren wir in Uruguay. Und dort hatte ich erste Probleme, denn ich hatte wirklich und wahrhaftig Hunger. Allerdings gab es dort gar nichts vegetarisches. Denn ganz toll war natürlich aus, dass die meisten Restaurants um 13:00 keine Küche mehr hatten. Man hat dann doch gemerkt, dass man in Italien ist. Da wir allerdings auch nicht italienisch essen wollten, mussten wir uns etwas suchen. Und da blieb nur dieser Pavillon übrig. Gegessen habe ich dann eine Vorspeise. Ich kann nicht sagen, wie sauer ich war, da ich immer noch Hunger hatte.

Von Irland war ich wahnsinnig enttäuscht, da sie nur irgendwelche Bilder und Videos von der Landschaft und den Tieren.
Die Niederlande war ein einziges grosses Warenlager mit Verkaufsständen.
Korea hatte eine Ausstellung, die sich fragte „Wie essen wir?“. Beeindruckend war da nur, wie man Technik und Ausstellung verbinden kann.
Monaco hat sich er Fischerei angenommen. Was sehr witzig war, denn sie haben gezeigt, dass sie Gebiete in der Mitte von Afrika haben. Also etwas was ganz weit weg ist von Monaco.
Dann gab es ein paar Länder, die einfach nur ein Pavillon hatten und dort Verkaufsstände. Einen Tisch aufgestellt, worauf sie dann Souvenirs verkauften.

Allgemeine Infos zur Messe

Advertisements

Ein Gedanke zu „Expo Milano 2015: die Ausstellung“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s