Motivation und Gefühl

Der Sommer ist zwar nicht vorbei, doch stecken wir etwa zur Hälfte wieder draussen.
Die erste Hälfte war nichts besonderes und war eher geprägt von Enttäuschungen als von überaus tollen Erfahrungen. Sich mit Freunden auseinanderleben, wieder vertragen, wieder auseinandergehen. Das ist vielleicht schlimmer, als wenn man sich gar nicht mehr treffen und versöhnen würde. Bei dieser Situation weiss man wenigstens, dass alles vorbei ist.
Motivation und Demotivation bei Schreibarbeiten, was mittlerweile bei absoluter Egalheit angelangt ist. Dabei kann mir leider auch niemand helfen.
Nebenbei noch ein paar Dinge recherchieren für ein Projekt, das ich mit anderen Leuten eines Vereins an der Uni mache. Auch hier wechselt es zwischen absoluter Motivation bei der Arbeit und der Frage, wen das alles interessiert.
Dabei stosse ich auf wirklich interessante Leute, die sich für die Umwelt einsetzten. Mich beeindruckt das wirklich.
So hat es in Zürich eine Person, die einen Monat Plastiklos lebt und daraus andere angespornt hat dies auch zu tun.
Dann im Gegensatz denke ich, dass sie auch Unterstützer hatte, die ihnen geholfen haben.
So schwanke ich zwischen Motivation, das die Vortragsreihe super wird, und Demotivation, dass es eh niemand interessieren wird. Dann zwischen, die anderen Personen helfen mir, und keiner Hilfe. Zwar mache ich gerne etwas und es war schliesslich meine Idee, aber so eingebracht haben sich relativ wenige.
Auch wenn ich dachte, auf gleicher Ebene durch gleiche Einstellung gegenüber der Umwelt zu sein, habe ich mich getäuscht. Entweder bin ich absolut unfähig mit anderen in Kontakt zu kommen oder man ist schon eine so stark eingewöhnte Truppe, die nur zusammen arbeitet und nur während dessen ein paar Worte austauscht. So habe ich einfach nicht das Gefühl ein Team um mich herum zu haben, mit denen auch ein paar andere Dinge machen kann und eben dort über die Veranstaltungsreihe zu reden. Mir ist es auch absolut Schleierhaft wie ich solche Personen kennen lernen soll.
Vielleicht erwarte ich mal wieder zu viel. Ich muss mich wahrscheinlich daran gewöhnen mich mit einigen Leuten, die ich regelmässig in einer bestimmten Situation zu einem bestimmten Thema treffe, zu begnügen. Einfach nur Personen, die ich kenne und mit denen ich zu diesen bestimmten Terminen treffe. Vielleicht habe ich eine falsche Definition von Freundschaft, die ich ändern muss um wieder vernünftige Gedanken zu bekommen.

Es gibt demnach auch Menschen, die mit 20 Jahren mehr erreicht haben als Leute mit 30 Jahren. Ich zähle mich zum letzteren. Und das lag daran, dass sie von Personen unterstützt wurden und angespornt. Wenn man so etwas nicht hat, keine intrinsischen und keine extrinsischen Motivatoren, gelingt das einfach nicht.
Bei mir ist Sprachenlernen so ein Beispiel. So lerne ich seit gefühlt zwei Jahren in Französisch das selbe, da ich es nicht praktisch anwende und immer irgendwas vergesse. Zwar komme ich schon etwas voran, aber mich langweilt es Vokabeln zu lernen, die ich nicht anwenden kann beziehungsweise nicht anwenden muss. Es gibt in meiner Umgebung eben mehrheitlich Deutschsprechende.
Es ist sehr schwer sich zu motivieren, wenn man relativ weiss, dass man das was man lernt nicht anwenden kann.
Wenn ich annehme, dass ich nächstes Semester französische Vorlesungen besuchen will, fehlt mir dort genau weiteres Vokabular. Es ist mir bisher kein Kurs untergekommen, der mir das geben kann, was ich will. Auf meinem Level einige Wörter für Vorlesungen. Denn dabei ist die Schwierigkeit, dass ich erst weiter vorankommen soll. Ein blöder Teufelskreis.
Manchmal komme ich so vor, dass ich gegen eine Wand renne und nicht mehr davon komme. Obwohl ich es mit anderen Wegen immer wieder versuche, komme ich nicht an der Wand vorbei.
Deshalb ist es immer mal wieder still hier. Ich weiss einfach nicht, worüber ich schreiben kann und soll.  Es gibt eben gute und schlechte Tage. Bei den schlechten denke, es geht gar nichts mehr und bei den guten, es kann nie wieder schlecht gehen. Dieses Gefühl wird nur durch zwei Tage getrennt.

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