Situationen des täglichen Einkaufs II

Da ich mich nicht abfinden konnte mit einem Supermarkt, bin ich in einen anderen gegangen. Dort sah die Situation etwas anders aus. Obwohl auch dort sehr viel verpacktes Gemüse vorhanden war, fand man das eine oder andere lose und nicht verpackt.
Dabei wundert es mich, dass Biogemüse so oft eingepackt ist. Im letzten Geschäft fand ich gerade beim Biogemüse gar nichts unverpackt. Was will man als Biohändler damit beweisen? Ist es, dass man zu den herkömmlichen Produkten dazu gehören will und daher alles drei bis viermal in Papier, Plastik und Aluminiumpapier verpacken muss? Für mich ist dieses Verhalten nicht mehr Bio, und sei es noch so wunderbar angebaut.

So fing ich nach der Gemüseabteilung bei den Milcherzeugnissen an zu suchen. So suchte ich Joghurt in Glas. Es gibt unzählige Milcherzeugnisse, aber es gab genau zwei Joghurts im Glas. Zwei Stück! Und die beiden stehen direkt klein in irgendeiner Ecke, sodass sie gar nicht einfach zu finden waren.
Auch hat man das Problem, dass der Deckel aus Plastik ist. Da ich keine andere Möglichkeit habe musste ich dieses Produkt nehmen.

In der Backabteilung wollte ich nun Zitronensäure für Sirup besorgen. Da Sirup mehrheitlich in Plastikflaschen zu kaufen gibt, muss ich nun mein Sirup selber machen. Zitronensäure ist an sich nicht schwer zu bekommen, aber es ist unmöglich einzelne Päckchen ohne Plastik zu kaufen. Man bekommt einen Viererpack, der in Plastik verpackt ist. Aber da ich gebraucht hatte, musste ich das Packet nehmen.

Ganz besonders deprimiert war ich in der Abteilung für Müsli. In dem Geschäft bekomme ich keine Getreidesorten ohne Plastikverpackung. Und damit meine ich nicht die konventionellen Cornflakes, die zuerst in Plastik verpackt sind und wiederum in Karton. Sondern Haferflocken und ähnliches. Da setzte ich nun auf das Bioprodukt und musste feststellen, dass die absolut alle in Plastik verpackt waren. Es gab keinen unterschied in der Verpackung zwischen den Hausmarken des Supermarktes und des Bioproduktes.
So stand ich davor und wollte schon irgendwas nehmen, damit die Stimmung wieder besser ist. Und dachte mir im gleichen Zug: „Wenn ich Haferflocken nicht in Karton bekomme, kann ich ja gleich normales Müsli nehmen“.
Weder habe ich irgendwas genommen noch ein normales Müsli. So war ich ganz kurzzeitig stolz auf mich.

meine Erfahrungen

An sich mag ich nicht mal einkaufen. Mir macht das ganze Einkaufen keinen Spass: du suchst dir ein Rezept raus und freust dich des Lebens endlich wieder lecker zu essen. Daraufhin bist du motiviert und gehst einkaufen. Aber auf der Einkaufsliste seht so etwas wie Zitronenmelisse. Und natürlich brauchst du davon schon etwas. Aber du findest die Zitronenmelisse nicht. Das demotiviert.
Aus genau diesem Grund gehe ich nicht gerne Einkaufen. Für mich soll es schnell gehen. Auch gehe ich oft nur in ein Geschäft, in dem ich alles besorge. DAS funktioniert aber nicht mehr, wenn man Plastik reduzieren will. Was man in dem einen Supermarkt verpackt erhält, kann man in einem anderen wieder lose kaufen.
Das ist etwas worauf ich mich nun einstellen muss. Ich muss also in mehr als ein Geschäft gehen und das Einkaufen braucht sehr viel länger.

Quelle: http://nachhaltigeentwicklung.info

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