Reflektion

Im Moment habe ich wieder eine schrecklich nachdenkliche Phase. Dabei hätte ich genug zu tun mit schreiben. Allerdings fällt es mir schwer sich überhaupt auf irgendwas zu konzentrieren. So denke ich über den Master nach, der absolut schrecklich ist und nichts was ich mir gewünscht habe. Nun zieh ich ihn durch, aber jeden Tag werde ich unglücklicher. Unglücklicher, weil es ausweglos ist und ich keine Verbesserung sehe.
Im letzten Bachelor-Semester freute ich mich wirklich auf etwas neues: neue Menschen, neue Wohnung, neues Studium.
Neue Menschen sind ausgeblieben. Ich war in einem Verein und einige Leute sah ich nur ein einziges mal. Obwohl ich sie echt gerne ein zweites mal getroffen hätte. Man traf sich eigentlich nur zu Sitzungen und für das Event. Dann nach dem Event sass man noch etwas zusammen, aber das war es dann schon.
Ich war bei Spontacts unterwegs und lernte dort einige Leute kennen, die ich auf nie wieder gesehen habe. Regionale Gruppe für das Kochen organisiert, in der doch alle mitmachen wollten, und es wieder im Sande verlaufen ist.
Ich war bei einer anderen Organisation, die Events machten, unterwegs. Auch dort lernte ich interessante Leute kennen. Und genau ich sah auf einem Event genau wieder andere Leute kennen, die man wieder kennen lernen konnte.
Ich finde es schon spannend neue Leute kennen zu lernen: das erste abtasten und schauen, ob er/sie interessant ist. Dann allerdings würde ich mir wünschen ein weiteres Treffen.
Ich war mit dem Studiengang unterwegs. Und das hat mich eigentlich sehr getroffen. Man redet beim Treffen und dann in der Vorlesung hat man sich nichts mehr zu sagen. Man begrüsst sich nicht mehr und ignoriert den anderen mehr oder weniger. Und ich verstehe das nicht. Man kann zumindest mal hallo sagen, auch wenn man überhaupt nichts mit dem anderen zu tun haben will. Vielleicht nennt man das Umgangston?
Mir ist das so oft passiert, dass ich immer depressiver wurde. Mittlerweile geht es wieder. Die ganz schwierige Phase habe ich nun hinter mir. Allerdings noch immer eine dauernde Traurigkeit. Es hilft mir zum Beispiel an bestimmten Tagen nicht in die Vorlesung zu gehen, sondern etwas anderes zu machen. Manchmal hilft es nicht.
Deshalb habe ich langsam auch keine Lust mehr immer wieder von Vorne anzufangen: den anderen kennen lernen, schauen ob man sich versteht und dann einsehen, man hat ein Gesprächspartner. Allerdings dann wieder zu bemerken, dass der andere nur einen schönen Abend haben wollte und auf andere Male keine Lust hat. Das ist so mühsam.
Und so wechseln sich die Phasen immer wieder ab: die Kennenlernphase, Zerbruchssphase, Aufrichtungsphase.
Vielleicht spreche ich immer mal wieder etwas negatives oder etwas zu reales an. (schwierige Zeiten, in der man sich jetzt einen Job finden muss und Praktika, in denen man nur Kaffee holen gehen kann) Das wirkt nicht sympathisch. Im Gegenzug kann ich auch witzig sein.
Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich sehr viele mit meinem Verhalten vertreibe. Dann kommen mir immer meine Vorstellungen über das Studium in den Sinn und es wird wieder schlimmer.
Deswegen bin ich in keiner guten Verfassung.

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