indirektes Eingehen auf Fragen

Wenn man von einem Professor gefragt wird, warum man mehr fehlt als sonst und die Arbeit in der Gruppe gut ist und darauf mit einer speziellen E-Mail antwortet, dann als Antwort bekommt man hätte nur indirekt darauf geantwortet, ist das auch nicht mehr motivierend.
Das war der Wortlaut, den ich zur Antwort auf seine Frage gab:
Allerdings ist es so, dass ich ein sehr stressiges Semester mit einigen Rückschlägen hinter mir habe. In bestimmten Situationen wurde mir es zu viel und konnte dagegen nichts machen.
Zum Beispiel hatte ich eine Vorlesung, in der mein Wissen immer wieder in Frage gestellt wurde und meine Meinung, Wissen und meine Erfahrungen nicht ernst genommen wurde.
Mir geht so etwas zu Herzen und nehme das stärker auf als andere Personen. Nach dieser Vorlesung /Seminar war es – je nach Situation – schwierig wieder „zurück“ zu finden. 

Aber ich habe ja nur indirekt geantwortet. Er hat es sich nicht einmal durchgelesen oder gemerkt, dass ich ihm eine persönliche Mail geschrieben habe.
Soll ich direkt schreiben: Tut mir leid, dass ich nicht da war, ich habe Depressionen. Die kommen von Leuten, die mir das Leben schwer machen und nicht auf mich eingehen. Und in solchen Momenten bin ich nicht fähig etwas zu machen. Hier aber ein gutes Informationsmaterial aus den Internet, damit man sich damit auseinandersetzten kann: _____________.

Man sagt ja schliesslich, dass man offen mit Krankheiten umgehen soll. Das ist hier wohl nicht gegeben. Oder sehe ich etwas falsches?
Vielleicht bin ich nicht exakt genug eingegangen auf seine Fragen. Vielleicht ist es für andere nicht nachvollziehbar, dass man sich nicht verstanden fühlt. Vielleicht gehe ich auch zu viel von meinen Motivation und meinen Beweggründen aus.

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3 Kommentare zu „indirektes Eingehen auf Fragen“

  1. Leider wollen sich viele Profs auch nicht unbedingt mit den persönlichen Problemen der Studis auseinandersetzen. Oder sie meinen’s gut und merken dann, dass sie nicht damit umgehen können…

    1. Das verstehe ich schon. Dann hätte einfach auch kein Kommentar gereicht. Aber so ist es auch nicht gut mit dieser Mail und diesem Kommentare. Aber danke für deinen Hinweis. Ich denke sowieso, dass die meisten Menschen nicht mit so etwas umgehen können. Zum einen interessiert Sie es vielleicht gar nicht so, zum anderen kennen sie sich damit aus und wissen nicht wie reagieren.

      1. Das stimmt hingegen auch wieder… Vor allem das nicht-damit-umgehen-können ist wirklich ein grosses Problem. Ich bin in meiner engsten Familie gerade zum wiederholten Mal damit konfrontiert und finde es immer noch schwer zu wissen, wann ich wie reagieren soll. Wenn man dann jemanden nicht gut kennt oder eben in einem Prof-Studi-Verhältnis steht, dann wird es noch schwieriger… Aber ich verstehe, dass du dann lieber gar keinen Kommentar gehabt hättest, den hätte man sich wirklich sparen können. Helfen tut er ja schonmal gar nicht.

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