schriftliche Arbeit

Schriftliche Arbeiten sind manchmal sehr frustrierend. Hier ein Beispiel über die nachhaltige Stadtentwicklung in meinem Nebenfach: nachhaltige Stadtentwicklung

Bisher habe ich hier noch nie irgendwelche Arbeiten veröffentlicht. Aber die hier ist speziell, denn sie wurde mit einer 3 honoriert. Dies gilt als nicht angenommen, da 6 die beste Note und 1 die schlechteste Note ist.

Der Entstehungsprozess zu dieser Arbeit war extrem frustrierend. Die grosse Idee war, dass ich über nachhaltige Städte in Europa schriebe. Die Arbeit sollte einen Europa-Bezug haben, da dies ja mein Hauptfach ist.
Also viel mir ein, dass es europäische Indikatoren gibt, mit denen die Städte untersucht werden könne. So dachte ich nehme mir einige Städte aus der EU heraus und vergleiche die untereinander. Schwierigkeit dabei war, dass es 1000de grössere Städte existieren. Nachdem schon meine Disposition nicht angenommen wurde, schrieb ich 13 Seiten, in denen ich die Wichtigkeit darlegte, die einzelnen Indikatoren auflistete. Aber ich ging nicht auf seine Frage ein. Er wollte wissen, was so neu an der Untersuchung war und warum ich das machen will. (Stand nebenbei auch in der Disposition) Nun, der erste Entwurf, die Disposition, der Arbeit wurde nicht angenommen. (Nebenbei bemerkt, ich glaube kaum, dass er sich die Disposition RICHTIG durchgelesen hat. Denn die Idee wäre nicht umsetzbar gewesen)
Während der Vorstellung  meiner veränderten rbeit hielt ich einen Vortrag über 10 Minuten was genau ich vergleichen will. Sowohl der Professor als auch der Assistent haben nicht verstanden, dass ich um die 80 Städte, die sich für einen europäischen Award bewarben, pro Indikator (6-12 je nach Auslegung) vergleichen will.
Da hatte ich schon die Befürchtung, dass die Arbeit nicht gut wird. Ich hatte die Befürchtung, dass er nicht versteht was ich machen will. Idee: 80 Städte pro 12 Indikatoren vergleichen. Ich habe total verständlich erklärt, dass ich 12 Indikatoren habe und 80 Städte an Hand diesen vergleichen will. (zur Erklärung: ich hatte ein Bild an die Tafel gezeichnet: Stadt X wird mit Stadt Y mit Indikator 1 und 2 verglichen.) Der Vortrag wurde nicht verstanden. Die Idee und meine Thematik, meine Theorie wurde nicht verstanden. UND absolut neu ist das ganze auch, weil nie irgendjemand diese Städte des Award miteinander vergleichbar machte.

Die Arbeit wurde also nicht angenommen. ICH bezweifle ganz ganz stark, dass er verstanden hat was er gelesen hat. Ich habe kein Feedback bekommen, weiss also nicht WARUM sie nicht angenommen wurde.
Und da ich noch NIE so eine schlechte Arbeit geschrieben habe, poste ich sie hier. Sonst liegen meine Noten zwischen 5,5 und 4,5. Als wenn irgendjemand eine Idee hat WARUM es so schlecht ausfällt, gerne in die Kommentare. Selber bin ich ratlos, frustriert, wütend und verständnislos.

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6 Kommentare zu „schriftliche Arbeit“

  1. Irgendwie scheint es durch und durch ein Problem in der Kommunikation zwischen Professoren und Studierenden zu geben. Einmal bin ich selbst in der Situation gewesen und ich habe mich bemüht, zu verstehen, was die Person von mir will, aber es hat einfach nicht funktioniert. Leider habe ich das Gefühl, dass gerade die anleitende Person, nicht viel an Information und Erwartungen weitergibt.
    Mein Fazit daraus ist, immer alles schriftlich festzuhalten und sich rückzuversichern. Meist bleibt dann zwar das Thema auf der Strecke, aber mit der Note kann es was werden.
    Ich hoffe du findest einen Weg dich mit dem Professor zu einigen!

    1. Danke dir für deine Motivation. Nun habe ich wieder ein Projekt mit ihm und einer Gruppe. Da wir uns alle nicht einigen können und ich einer anderen Meinung war als die anderen, bin ich zu deren Meinung übergegangen. Mir ging es schon sehr schlecht aus psychischen Gründen und da hatte ich keine Lust mehr andere Personen zu überzeugen.
      Ich finde es halt im nachhinein sehr schade, wenn alles vorher klar ist und bei der Note zeigt sich, dass das was vorher abgemacht war nicht im Sinne des Professors war. Wir sprechen die Probleme an, die ich habe und lösen sie und als Verabschiedung kommt noch, dass er jetzt versteht was ich will und das die Arbeit nicht in die Tiefe gehen muss. Und genau diesen Punkt verstehe ich nicht.
      Das Thema war mir absolut egal. Ich hätte es ja geändert, wenn er nicht alles mit mir vorher abgesprochen hätte. Wenn jemand zu mir sagt, dass ein grober Überblick reicht, dann nehme ich das so auf.
      Im Endeffekt kann ich sogar seine Kritik verstehen. Mir gefällt die Arbeit auch nicht. Zwar hatten wir alles vorher abgesprochen und er sein okay gegeben, aber es ist ja dann alles hinfällig.
      Es ist nicht einmal so, dass ich ihn falsch verstanden habe. Sondern alles klar zwischen uns bezüglich dem Thema. Aber nein, wohl doch nicht und hat alles vergessen was ich gesagt habe bezüglich Überblick und kein Tiefgang. Das ist das frustrierendse.
      Da nichts schriftliches bezüglich unseres Treffens existiert, kann ich gar nichts beweisen.
      Ich muss mich also wieder hinsetzen und mit ihm irgendwas aushandeln, dass ich noch eine Arbeit schreiben kann.
      Wie hast du dich einigen können?

  2. Wie kommt der Mensch denn auf die Idee, Ergebnisse vor der Forschung haben zu wollen? Bei Zielen sag ich nichts, immerhin arbeitet man ja immer auf eines hin. Aber ich habe doch noch keine Ahnung, was ich am Ende als Ergebnis bekommen kann. Da muss ich mich ja fast bemühen, mein Lästermaul im Zaum zu halten.
    Aber er scheint bei dem Thema generell nicht sehr aufmerksam zu sein. Vermutlich hätte es völlig ausgereicht, zwei, drei Städte näher zu beleuchten. Mit 80 wärst du auf jeden Fall viel zu weit übers Ziel hinaus geschossen. Das kannst du dann bei der Promotion erledigen.
    Kann es denn sein, dass er sich einfach nur nicht mehr an Eure Absprachen erinnern (will) kann? Besonders, da er nicht einmal einen Kommentar dazu abgeben wollte. Tut mir Leid, dass ich da nicht viel helfen kann aber mir fällt wirklich nur noch ein, ihn persönlich zu fragen, was er denn zu bemängeln hat. Ich kann völlig nachvollziehen, dass so etwas frustrierend ist.

    1. Danke für deine Unterstützung. Er wollte und bestand immer auf seine Ergebnisse vor der Forschung.
      Es hätte ausgereicht zwei Städte zu vergleichen. Da hatte ich allerdings die Angst, dass ihm das wiederum zu wenig war.
      Ich glaube auch, dass er sich nicht mehr wirklich erinnern kann was wir abgesprochen hatten. Da hierfür nichts schriftlich festgehalten wurde, kann ich ihn nicht vom Gegenteil überzeugen.
      Bei vielen Arbeiten habe ich kein Feedback erhalten. Da war alles im voraus geklärt und ich habe mich daran gehalten und gut war die Sache.

  3. Ich muss gestehen, ich habe deine Arbeit nur abschnittsweise überflogen aber ich habe den Eindruck, du hast dich generell sehr vage gehalten. Einzelne Projekte werden kurz angesprochen aber nicht näher erläutert. Vielleicht erwartet der Prof da lieber weniger Projekte aber genauer umrissen. Was macht sie besonders? Wieso investiert man darin? Vielleicht wird auch ein eher naturwissenschaftlicher Ansatz gefordert. Du schreibst ja doch eher im geisteswissenschaftlichen Fokus. Humangeographisch.
    Versuch vielleicht eine fachlichere Terminologie. Sieh dir den ersten Absatz von deiner Reflexion an. Ausdrücke wie städtische Innenentwicklung, Konversionsflächen oder Flächenrecycling können dir helfen, den Text kürzer und griffiger zu machen, statt es über drei Zeilen erst zu erläutern. Schreib gerne kurz und prägnant. Was sind Projekte im Kleinen? Bottom-Up statt Top-Down Methoden? Wie gesagt, ich habs nur flüchtig überflogen aber es wirkt so, als hast du hauptsächlich Großprojekte in Stadtumbau und Infrastruktur. Was ist mit kleinen Schritten? Verpflichtende Dachbegrünung im FNP oder Bebauungsplan festschreiben? Stadtklimatische Aspekte? SmartCity Projekte wie z.B. Stadt- und Informationsportale für die Bürgerbeteiligung?
    Ich hoffe ich habe dich jetzt nicht völlig erschlagen. Immerhin kenne ich deinen Prof nicht und weiß nicht, worauf er achtet oder aus welcher Fachrichtung er kommt. Im Zweifel würde ich einfach hin gehen und fragen, wie er seine Bewertung zustande gebracht hat. Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen und bleib mutig!!

    1. Da hast du schon recht mit deiner Kritik. Es sollten etwa 12 Seiten werden. Daher war das ausführliche thematisieren schon nicht drin. Und das war wahrscheinlich auch nicht der Kritikpunkt.
      Er wollte im voraus wissen welche Erkenntnis ich bekomme, die Ziele der Forschung mit der Methodik abstimmen und einen gesellschaftlichen bezogenen Teil sehen.
      Die Email war nicht aufbauend und das Gespräch war letztendlich gut gelaufen, da er gesehen hat was ich warum untersuchen werde. Er hat das ganze so abgesegnet und okay gefunden. Es war von Anfang an klar, dass es sehr oberflächliche Erklärung werden. Das habe ich bereits im Gespräch mit ihm so ausgedrückt. Er meinte das wäre nicht so schlimm.
      Letztendlich hat er gemeint, dass ich das so untersuchen kann.
      Wenn ich die 80 Städte untersucht hätte wäre noch weniger heraus gekommen.
      Deshalb bin ich auch etwas frustriert, denn ich habe es schliesslich mit ihm abgesprochen und so erklärt. Einmal hat er es verstanden und dann im Vortrag wieder nicht. Da lag ihm das Ziel zu niedrig und die neue Forschung, die er haben wollte, war zu wenig. Danach hatte ich nochmal eine Aussprache mit ihm und er hat verstanden, dass es nur um einen Überblick geht. Deshalb verstehe ich die Note nicht ganz. Wenn ich einfach geschrieben hätte ohne etwas abzusprechen, dann wäre es total nachvollziehbar. Aber so wie es gelaufen ist eben nicht, denn er wusste sowohl das die Arbeit nur ein Überblick bringt, die Projekte nicht komplett erklärt werden, das Ziel ein Vergleich ist.
      Es wäre zum Beispiel auch möglich zwei Städte zu vergleichen, die ähnliche Projekte haben aber diese unterschiedlich angehen. All das wären Kritik und Anregungen gewesen, die ich hilfreich gefunden hätte. Aber nicht Ziele, Erkenntnisse und Wissen im Vorhinein festlegen, sodass ich eine forschungsfrage generieren kann.
      Und darin liegt das Problem, meines Erachtens.
      Der Professor ist in der Regionalentwicklung und Bildung für nachhaltige Entwicklung vertieft.

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