Archiv der Kategorie: Schweizer Kultur

Fokus, Stern, Spiegel: deutsche Medienlandschaft

Zufällig bin ich neulich auf die Rubrik “was sie schon immer falsch gemacht haben“ von Fokus online gekommen.
Das war sehr aufschlussreich,  denn ich habe Erdbeeren falsch geschnitten, Pasta falsch gekocht oder anderes falsch gemacht.
Neulich hatte es einen Bericht warum man Bettler kein Geld mehr geben sollte. Die Kommentare hielten sich nicht zurück mit Hetze gegen Ausländer.
Das war Bild-niveau. Je länger ich dort auf der Seite war, desto anstrengender wurde es sich nicht aufzuregen.
Sie ist in meinen Augen ein Boulevardzeitung und es hat immer grössere Ähnlichkeiten zur Bild.
Spiegel und Stern sind da auch nicht besser.
Alle hetzen gegen die Griechen, Ausländer und stellen die deutsche Politik als absolut toll und unangreifbar dar. Es wird keine Kritik geäußert und wenn ja dann immer mit einer Relation, dass es doch nicht so schlecht ist.
Aber ehrlich, alle drei Zeitungen wollen das Image einer seriösen Zeitung mit ernstzunehmenden Berichten.
Das schlimmste ist, dass die meisten Menschen immer noch an dieses Image glauben. Deshalb finde ich es schlimm, wenn gegen Ausländer gehetzt wird.
Bei Bild weiss man, dass sie übertreibt, aber von diesen drei Zeitungen nimmt man das im allgemeinen nicht wahr.  So verschieben sich dann die Aussagen und die Meinungen in der Bevölkerung.
Auch die Nachrichten im Fernsehen haben eine bestimmte Richtung. RTL geht auf Angst und Gefahr.  So ist immer ein Thema dabei, dass sich die Gefahr in Deutschland zu Herzen nimmt. Auch der Sprecher hat eine unterschwellige Stimme, die darauf anspielt.
ARD und ZDF haben kurze Beiträge, die auch ab und an Bild am Sonntag zitieren. Ist das wirklich seriös? Ich bin mir nicht sicher.
Immer,  wenn ich die Nachrichten schaue bin ich enttäuscht über einen oder zwei Beiträge.
Nur welche deutsche Zeitschrift kann ich dann noch lesen? Es wird schwer.

Bei den Schweizer Zeitungen ist es weniger schwer, denn sie sind unabhängiger und verbreiten nicht Angst. Sie berichten neutraler und recherchierter.
So lese ich entweder die Neue Zürcher Zeitung oder Der Bund. Früher habe ich die Luzerner Zeitung gelesen, aber irgendwie hat mir die nicht so sehr gefallen. Sie war halt da u d so schlimm war sie nicht, sondern gab mir Informationen.

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Sprachexklusion

Wieder ein mal wende ich mich französisch an. Es ist hier eine never ending story, aber ja wohl nicht zu ändern. Mal bin ich extrem motiviert und ein anderes mal gar nicht. Ich hasse es, wenn ich unterwegs bin und ich alles auf französisch zu organisieren,  mich aber nicht verstanden wird. Das wirft mich immer wieder nach hinten. Es deprimiert mich und gleichzeitig frage ich mich, ob sich die ganze Anstrengungen lohnen.
In einer Vorlesung über global change sieht man das sehr gut. Die Vorlesung ist auf englisch, also kann man davon ausgehen, dass jeder diese Sprache spricht.
In der Pause sind die Leute der gleichen Sprache zusammen. Wenn man sich natürlich kennt ist das Verhalten klar.  Es bilden sich wiederum Gruppen mit der gleichen Sprache. Das heisst, jeder bleibt unter sich. Deutschsprachige und französischsprechende sind tendenziell separat, es sei denn man spricht die andere Sprache sehr gut. Schwierig ist es da hinein zu kommen, da Muttersprachler zusammen sind.  Nicht immer, aber sehr oft wird da weniger Rücksicht auf die Geschwindigkeit des Sprechens genommen.
Aber Deutschsprachige sind da auch nicht anders.

Abstrakt der Arbeit

Die Bachelorarbeit Durch welche Zeichen wird die Schweiz in der Werbung konstruiert? analysiert verschiedene Werbespots, die in Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und USA zu sehen waren. Darunter waren die Werbespots der Firmen Appenzeller, Emmentaler, Milka und Ricola zwischen September 2009 und September 2013. Besonders an dieser Analyse ist, dass die Schweiz eine sehr hohe Reputation bezüglich ihrer Produkte im Ausland geniesst. Dafür werden bestimmte Symbole, Stereotypen und Vorurteile verwendet um dies zu transportieren. Diese Arbeit befindet sich innerhalb der Cultural Studies, die ein Feld der Geisteswissenschaften, insbesondere der Populärkultur, darstellen. Sie sind sehr interdisziplinär aufgestellt, sodass sie Kultur und Medien- und Kommunikationswissenschaften verbinden. Ein Forschungs-gebiet in der Cultural Studies setzt sich mit der Werbung auseinander, die als ein Bereich der Kommunikation angesehen wird. Dabei legt die Werbung Bedeutung in bestimmte Objekte und transportiert dadurch Realitäten, die in der Gesellschaft zu Werten werden. Werbung ist demnach sehr wichtig für die Kultur, da sie diese adaptiert um Identitäten zu einem Produkt zu schaffen. Diese Bedeutungszuschreibung der Zeichen wurde durch die Semiotik analysiert. Sie interpretiert unter anderem Dinge nach dessen Zeichen. Sie können von jeder Person innerhalb einer Gemeinschaft unterschiedlich interpretiert werden. Dadurch setzt sich die Kultur aus der Ansammlung von Symbolen zusammen. Deshalb kann die Kultur als Software verstanden werden, die dazu verwendet wird, um den Alltag zu organisieren und zu strukturieren. Durch die Interdisziplinarität ist es sehr schwer einen Forschungsstand festzustellen. Um eine Forschungslücke zu füllen, wurde die Kultur in der Werbung untersucht. Es stellte sich bei der Analyse heraus, dass sich bei der Verwendung der Symbole und
Ikonen wenig änderte, denn die Schweiz stellt sich gerne als ein Land der Tradition, Qualität und Natürlichkeit dar. Dies wird unter anderem durch die Verwendung von Bergen, natürlichen Landschaften und Kühen vorgenommen. Eine besondere Bedeutung hat auch das Schweizer Kreuz, das omnipräsent auf Produkten vorhanden ist. Es gibt demnach eine Interdependenz zwischen Kultur und Werbung, wobei diese zur Steigerung des Absatzes verwendet wird.

Werbung und Kultur

Die kulturelle Sicht auf die Werbung untersucht oft das Marketing oder die interkulturelle Kommunikation. Sie stellt fest, dass das Dekodieren, das Verstehen, einer Werbung kulturabhängig ist. Allerdings ist das Problem hierbei die Messung: wie misst und untersucht man das Verstehen eines Werbespots.

Was sich jetzt kompliziert anhört, ist es auch.

Das würde mich bei meiner Arbeit schon interessieren: ob die Massage auch so bei den Rezipienten ankommt, wie sie ankommen soll.

Nur untersuche ich das nicht. Das wäre im Bereich Marketing (oder in einem anderen Rahmen im Bereich Kommunikation) hineingefallen.

Dagegen untersuche ich die kulturellen Symbole der Schweizer Kultur.

Und das ist relativ einfach: es gibt bei den Schokoladenherstellern oft Berge, auf denen Kühe grassen und glückliche Kinder essen Schokolade.

Das ist noch nicht einmal typisch Schweizerisch.

Die Schweiz hat zum Beispiel das Matterhorn auf das sie oft Bezug nimmt. Toblerone hat dies auf dem Etikett und Ricola in den Werbespots. Die Frage ist hierbei nur warum?

Hierbei muss ich mir noch überlegen, ob ich so weit in die Tiefe gehe und das auch noch erkläre. (Was schwierig werden könnte) Bis jetzt ist bei der Arbeit nicht die Frage Wie und Warum, sondern nur Welche Symbole eingesetzt werden. Alles andere ist Zusatz – aber interessant zu wissen.

Schaut euch Ricola-Werbung an, und dann seht ihr absolut typisch welche Symbole eingesetzt werden. Und damit meine ich jetzt die Chrüterchraft-Kampagne. Bei den vorherigen, wurden verschiedene Kulturmerkmale mit der Schweizer Kultur verbunden oder angespielt.

Meine Frage ist dahingegen:

Durch welche Symbole stellt sich die Schweiz in der Werbung selbst dar? 

Weitere Links:

Schweizer Kultur

Vourteil

Jedes Land hat gegenüber einem anderen Vorurteile und Stereotypen, die positiv oder negativ sein können. Mit der Schweiz verbindet man zuerst Schokolade, Uhren und Käse. Es kommen die besten Sorten von Schokolade und Käse her, verspricht auch die Werbung. Die Uhren sind die exklusivsten.
Allerdings hat man auch die Schweiz als Bankensystem im Kopf, in der das Nazi-Gold und Steuerflüchtige Schwarzgeld liegen.
Deutsche werden hier als Schwaben bezeichnet, da sieyq hinter den Bergen wohnen. Das sieht und hört allerdings ein Bayer nicht gerne. Für ihn sind Schwaben andere.
In Österreich werden Deutsche als Marmeladinger und Biefkes bezeichnet. Das erste, weil sie zur Marmelade Konfiture sagen. Biefke ist eine abschätzige Bezeichnung.
Aber sie werden auch Schweinefresserland genannt.
Deutsche sagen demgegenüber Össis. Sozusagen als Abkürzung.
In der Schweiz werden Italiener aus dem Tessin und sonstige Zuwanderer aus dem Land chince genannt. Es stammt aus einem Spiel, dass die Einwanderer spielen.
Die Romand sind für Deutschschweizer Welsche, die im welschland wohnen.
Was allerdings Schweizer für Ausdrücke für Österreicher haben erschliesst sich mir nicht.
Luxemburger werden gerne für Deutsche gehalt. Das ist natürlich auch nicht nett, denn er wird auch nicht gern für einen Belgier gehalten.
Und ein Statement von einem Professor:  in jedem stereotyp steht ein Funke Wahrheit.

Schweizer Kultur: Bachelorarbeit

Wie bei allen Studenten, bei denen das Studium zu Ende geht, muss eine Arbeit geschrieben werden. Nun ist es bei mir auch so weit.
Mein Thema ist die Schweizer Kultur in Werbespots. Dazu analysiere ich Spots von zwei Käsehersteller und zwei Schokoladen-produzenten.
Die Themenfindung gestaltete sich eigentlich ganz einfach.  Ich wollte etwas über Kultur und Medien und Werbung schreiben.  Dann bot sich etwas an, wie die Kultur in der Werbung dargestellt wird.  Es lief zuerst auf interkulturelle Kommunikation heraus. Es stellte sich dann allerdings beim Recherchieren und Schreiben heraus, dass das nicht anthropologisch ist. So suchte ich weiter und kam dann raus, dass ich Werbespots aus unterschiedlichen Ländern, in denen die Produkte exportiert werden. Das ist das allerdings nicht interkulturelle Kommunikation, da man dabei zwei Länder vergleichen muss. Für mich persönlich fand ich das auch schwer, da die Kultur nicht einmal in einem Land gleich und homogen ist.
So lief es darauf hinaus, dass ich über die Selbstdarstellung der Schweizer Kultur in den genannten Werbespots schreibe.

Die Schwierigkeiten sind relativ gross und somit auch die Recherchearbeit.  Ich dachte noch, dass es einfach wird, da es zu allem irgendwie eine Arbeit gibt. Nun, die Schweizer Kultur wurde nicht wirklich auseinander genommen. (was mich wundert, es sind Schweizer und so sehr stolz auf diese) Es gibt auch relativ wenig Arbeiten über die Auswertungsmethode. Somit stehe ich vor dem Problem, dass meine Frage und Konzept mehr oder weniger steht, aber es wenig Forschung über alles gibt.
Das ist natürlich ein weiterer Grund darüber zu schrieben. Aber es wird sehr arbeitsaufwendig und mühsam, da ich alle Symbole und Riten der Schweizer mit irgendeiner Theorie belegen muss. Denn es ist nicht wissenschaftlich ohne belege aus der Theorie etwas zu behaupten.

Kulturklasch

Neujahr ist ja schon relativ weit weg, da wir uns mitten im Jahr befinden.  An Neujahr feierten wir in einer kleinen Gruppe, in der auch ein Chinese dabei gewesen ist. So kamen wir in dieser Zusammenstellung auch auf die Neujahrswünsche zu sprechen. Dabei war ich der Meinung, dass ich mir nichts wünsche, da es nichts bringen würde.
Da meinte unser Chinese, dass es im Buddhismus gerade das ist, was man in dieser Religion suchen würde. Das Nichts ist wichtiger als alles und dahin sollte man hinkommen. Es ist somit erstrebenswert Nichts zu haben.

Als er frisch hier in die Schweiz kam, ging er meistens etwas rückwärts gerichtet aus der Küche, wenn Frauen dabei waren.  Er war auch immer absolut hilfsbereit und gab immer Komplimente. Allerdings war er immer sehr still und zurückhalten. Was für mich ein kleineres Problem darstellt, da ich solche Leute gerne übergehe und ich mich immer zügeln. Ist nur eine Angewohnheit, auf die man dann aufpassen muss.

Auch wenn ich Kultur/Sozialanthropologie studiere, weiss ich gar nichts über diese Region. Da weiss ich mehr über Osteuropa und Südeuropa und deren Spezialitäten. Da kommt es schon sehr viel drauf an, welche Kulturen man lernt und spezifiziert ist.
Wenn man eine Kultur nicht kennt, dann kann man sie nicht verstehen und nicht in deren Sinn handeln.
Absolut interessant war es, als wir uns über China, dessen System und die Kultur zu sprechen. Man bekommt so wahnsinnig viel Ideen und Wissen mit.
So ähnlich war es, als ein Mädchen aus Osteuropa im Wohnheim wohnte. Da konnte ich noch mitsprechen und sie fragen. Wobei ich nicht weiss, ob das gut angekommen ist, wenn ich etwas aus Vorlesungen weiss und ihr das so sage (dass ich das so gelernt habe).
Mir gefällt dieser Austausch von anderen Personen aus anderen Kulturen. Wenn ich die allerdings nicht so gut kenne, kann ich nicht darauf eingehen und das macht mir das immer etwas Kopfzerbrechen, ob ich in bestimmten Situationen gut gehandelt habe.