Archiv der Kategorie: Lernen und Schreiben

Schreibstil? Korrektur und Kritik.

In der Schule wurde mir immer wieder gesagt, dass ich nicht gut schreiben kann. Das heisst, ich solle mehr lesen und lesen. Aber eigentlich habe ich früher schon viel gelesen. Also konnte es gar nicht daran gehabert haben. Komischerweise hiess es dann immer, dass ich das falsche lese. Nun gut, schreiben konnte ich nach Meinung meiner Lehrerin einfach nicht. Man muss schliesslich nicht alles können.
Dann kam ich auf die Universität und dort musste ich immer irgendwas schreiben. So eignete ich mir eine bestimmte Sprache an. Das nennt man wissenschaftliche Sprache und schrieb auch ab und an diesen Blog.
Wenn ich allerdings zurückblicke schrieb ich früher sehr viel bildlicher und beschreibender. Das ist nur an der Universität nicht gefordert. Dort ist es wichtiger irgendwas stichhaltig zu erklären und zu recherchieren.
Witzig ist allerdings, dass meine Noten sehr schwanken. Von einer Arbeit, die ich auch hier veröffentlicht habe, war ich absolut überzeugt. Ich fand sie toll, aber der Professor nicht und gab mir eine 3. Somit bestand ich das Seminar nicht und musste die Arbeit wiederholen. Dabei kam aber die gleiche Note heraus. Im Gegenzug habe ich auch einmal eine 5 für eine schriftliche Arbeit bekommen. Ich weiss nicht mehr den Titel oder in welchen Zusammenhang diese Arbeit war.
Auch meine Bachlelorarbeit fand ich besser als eine 4,5.

Alles in allem ist der Schreibstil individuell. Ich weiss nicht, ob ich gut schreiben kann oder nicht. Ich weiss auch nicht, ob ich gut argumentieren kann oder nicht.
Ich bin es eben leid von jeder schriftlichen Arbeit andere Kritikpunkte zu hören. Komischerweise bekomme ich nur irgendeine Note ohne überhaupt irgendwelche Kritik daran gesehen zu haben. Ich bin es auch leid, für Feedback hinterherzurennen. Es sollte Standard sein, dass man die Note begründet. Und damit meine ich keine Kommafehler, Satzstellungen und andere Wörter.  Wenn mir jemand sagt, dass die Untersuchungsmethode nicht ausgereift ist, ich daraufhin diese ändere und im der schlussendlichen Kritik dies wieder angeführt wird, dann verzweifle ich.
Also liebe Professoren: selbst in englischen Statistiken fehlt eine Untersuchungsmethode komplett. Und genau aus dieser Studie zitierte ich.

Diese Kritik ist mir nicht nur einmal aufgeführt. Wie komme ich von einer 4,5 auf eine 5? Manchmal verstehe ich das System nicht.

Schriftliche Arbeit III

Also nachdem mal wieder eine Verwirrung über meine Arbeit, meine letzte Arbeit über die Stadtentwicklung, vorhanden war, habe ich jetzt das Resulta:

… ich komme leider wiederum zum genau selben Ergebnis, also wiederum eine Note 3.

Ach und ich hätte auch meinen mündlichen Vortrag verbessern können. Der war auch eine 3.
Aber sie sind ja entgegendkommend und lassen mich, nachdem ich wieder gesund bin, den Vortrag wiederholen.

Die Fragen sind:
1. Was genau wird sich ändern: das Thema bleibt ja schliesslich gleich?
2. Was genau hätte ich noch besser machen können, denn in dem Vorgespräch war ja alles so abgemacht wie ich es geschrieben habe? Ich sehe keine Möglichkeit der Verbesserung.
3. Auf was genau will er hinaus? Was passt ihm wieder nicht? Die gleichen Punkte? Damit wären wir bei Punkt 2.

Wie kann eine Arbeit nur solche Probleme verursachen? Nie habe ich eine so schlechte Note bekommen, korrigiert und die gleiche Note bekommen.
Hier die neue Version

 

Schriftliche Arbeit II

Wie bereits geschrieben, habe ich die Arbeit der Stadtentwicklung überarbeitet.
Abgabe war der 15.08.2016 und bisher habe ich noch rein gar nichts bekommen. Ich weiss nicht einmal, ob die Arbeit dort angelangt ist. Nachgefragt habe ich nicht mehr, da mir das eigentlich egal geworden ist. Wenn ich die alte Version veröffentliche, dann muss ich dies natürlich auch mit der neuen Version machen.

Ich werde mir ein Urlaubssemester nehmen und in eine Tagesklinik gehen. Nach einem kleineren Zusammenbruch nach meinem Geburtstag bzw. an dem Tag mit späteren Auswirkungen, habe ich die Einsicht nicht mehr so weiter zu machen wie bisher. Ich will wieder normal leben und das kann ich im Moment nicht. Im Moment habe ich auch keinerlei Motivation für irgendwas. Am Wochenende ist es immer etwas besser. Aber dafür die Wochentage sehr deprimiert. Somit bin ich auf der Liste auf einer Tagesklinik.

schriftliche Arbeit

Schriftliche Arbeiten sind manchmal sehr frustrierend. Hier ein Beispiel über die nachhaltige Stadtentwicklung in meinem Nebenfach: nachhaltige Stadtentwicklung

Bisher habe ich hier noch nie irgendwelche Arbeiten veröffentlicht. Aber die hier ist speziell, denn sie wurde mit einer 3 honoriert. Dies gilt als nicht angenommen, da 6 die beste Note und 1 die schlechteste Note ist.

Der Entstehungsprozess zu dieser Arbeit war extrem frustrierend. Die grosse Idee war, dass ich über nachhaltige Städte in Europa schriebe. Die Arbeit sollte einen Europa-Bezug haben, da dies ja mein Hauptfach ist.
Also viel mir ein, dass es europäische Indikatoren gibt, mit denen die Städte untersucht werden könne. So dachte ich nehme mir einige Städte aus der EU heraus und vergleiche die untereinander. Schwierigkeit dabei war, dass es 1000de grössere Städte existieren. Nachdem schon meine Disposition nicht angenommen wurde, schrieb ich 13 Seiten, in denen ich die Wichtigkeit darlegte, die einzelnen Indikatoren auflistete. Aber ich ging nicht auf seine Frage ein. Er wollte wissen, was so neu an der Untersuchung war und warum ich das machen will. (Stand nebenbei auch in der Disposition) Nun, der erste Entwurf, die Disposition, der Arbeit wurde nicht angenommen. (Nebenbei bemerkt, ich glaube kaum, dass er sich die Disposition RICHTIG durchgelesen hat. Denn die Idee wäre nicht umsetzbar gewesen)
Während der Vorstellung  meiner veränderten rbeit hielt ich einen Vortrag über 10 Minuten was genau ich vergleichen will. Sowohl der Professor als auch der Assistent haben nicht verstanden, dass ich um die 80 Städte, die sich für einen europäischen Award bewarben, pro Indikator (6-12 je nach Auslegung) vergleichen will.
Da hatte ich schon die Befürchtung, dass die Arbeit nicht gut wird. Ich hatte die Befürchtung, dass er nicht versteht was ich machen will. Idee: 80 Städte pro 12 Indikatoren vergleichen. Ich habe total verständlich erklärt, dass ich 12 Indikatoren habe und 80 Städte an Hand diesen vergleichen will. (zur Erklärung: ich hatte ein Bild an die Tafel gezeichnet: Stadt X wird mit Stadt Y mit Indikator 1 und 2 verglichen.) Der Vortrag wurde nicht verstanden. Die Idee und meine Thematik, meine Theorie wurde nicht verstanden. UND absolut neu ist das ganze auch, weil nie irgendjemand diese Städte des Award miteinander vergleichbar machte.

Die Arbeit wurde also nicht angenommen. ICH bezweifle ganz ganz stark, dass er verstanden hat was er gelesen hat. Ich habe kein Feedback bekommen, weiss also nicht WARUM sie nicht angenommen wurde.
Und da ich noch NIE so eine schlechte Arbeit geschrieben habe, poste ich sie hier. Sonst liegen meine Noten zwischen 5,5 und 4,5. Als wenn irgendjemand eine Idee hat WARUM es so schlecht ausfällt, gerne in die Kommentare. Selber bin ich ratlos, frustriert, wütend und verständnislos.

Der ewige Kampf während des Masters

Der Master ist für mich ein einziger Kampf ums Überleben gewesen. Das ganze Uni-Dings macht keinen Spass, wenn man immer andere soziale, berufliche und finanzielle Dinge im Kopf hat. Nebenher muss man sich noch mit irgendwelchen Leuten auseinandersetzten. Kurse anfragen, die ich manchmal bekam und manchmal nicht.
Das nimmt einem die Lust am Lernen.
Und im speziellen Fall französisch hatte ich immer weniger Lust diese Sprache zu lernen, weil ich sowieso nur die Grundkurse besuchen konnte. In Bern ist es anders. Da macht das ganze auch wieder Spass. Da VERSUCHT man jemanden zu verstehen und hat VERSTÄNDNIS, wenn man die Sprache nicht ganz so gut spricht. Da wird nicht gleich abgeblockt „wir verstehen dich nicht, sag es auf deutsch“. Der Bäcker, der meine Aussprache nicht versteht und mich korrigiert oder bei einem Kompliment des Interieurs den Satz komplett aufgreift und das Wort, das man gesucht hatte und umschrieb, sagt. Sie hat mich verstanden, aber nein das Wort muss kommen, statt ein einfaches danke und blablabla.
So hat sich meine Motivation immer mehr verringert.
Es gibt allerdings auch andere Menschen. Wie der Mann, der immer eine Spielenacht organisiert und dort die Spiele erklärt. Der ist nett und versucht auf mich einzugehen. Was das beste ist: er ÜBERHÖRT Fehler, ob es nun ein falsch ausgesprochenes Wort ist, eine etwas andere Konjugationen (Zukunft anstatt Gegenwart, kein Genondif etc). Da macht es mir Spass französisch zu sprechen, denn er kommt auf mich zu. Ich lache ja auch nicht, wenn er englisch spricht – und sich dabei zuerst entschuldigt, dass er es nicht so gut kann. Oder verbessere ihn, wenn er englische Wörter französisch ausspricht. Ich brauche solche Motivation, sonst nimmt es mir die Freude am Sprachen lernen.

Im anderen Fall der Universität und im Studiengang. Wenn ich eine Frage habe, werde ich weitergeleitet und es existieren grobe antworten. Dann macht auch das soziale Umfeld dort keinen Spass.
Leute, die lieber für sich sind und Angst haben, wenn jemand sie anspricht.
Leute, die einen schneiden, nur weil man in einem Seminar etwas sagt und das noch nicht einmal seiner Meinung entspricht – sogar zu dem Thema. Am allerschlimmsten vielleicht noch etwas kontroverses, eine mögliche Begründung oder eine sozialwissenschaftliche Erläuterung über ein Thema.
Leute, die einen nicht einladen nach einem Seminarblock, obwohl alle hingehen.
Leute, die einen auf dem Gang nicht grüssen, obwohl man schon essen war mit denen und etwas geredet wurde.
So sind Gruppenarbeiten ein Graus für mich geworden, Seminarbesuche manchmal unüberwindbar und Vorlesungen langweilig. Immer alleine dazusitzen und von Leuten, mit denen man schon geredet hatte – mag das auch von vor drei Wochen gewesen sein – keine Begrüssung kommt.
Sonst bin ich gerne an der Uni, ich finde bestimmte Themen interessant und beschäftige mich wirklich mit denen gerne. In Seminaren vor allem, da diese interaktiver sind. Da kann man nachfragen und selber etwas dazu beisteuern. Aber so ist die Uni nicht gemacht. Ich bin nicht im System integriert, da ich oft etwas sage. Deshalb habe ich auch kein soziales Studentenleben, wodurch ich auch nichts zu erzählen habe. Das beeinflusst dann auch wiederum den Besuch der Vorlesungen und Seminare.

Unglaubliche Hilfe beim Sprachenlernen

An jeder Uni existieren Sprachschulen, wobei die einen besser sind als die anderen. Letztes Semester, das Herbstsemester 2015, warb die Universität mit neuen Sprachkursen für diejenigen, die ein zweisprachiges Studium machen wollen und sich dafür vorbereiten wollen.
Vor einigen Semestern, als ich den Master anfangen wollte, schrieb ich eine E-Mail an das Sprachzentrum, ob ich nicht einen anderen Kurs ausser den Basiskurs machen kann. Daraufhin kam eine E-Mail zurück, in der darauf hingewiesen wurde sie könne mich nur in die Kurse einschreiben die online zur Verfügung stehen. In einem Semester besuchte ich den zweiten Teil des A2. Also war in meinem online-Konto A2 I zur Verfügung. Irgendwie sah ich es nicht ein, dass ich nun A2 I machen sollte, obwohl ich A2 II schon gemacht habe.
Der Prozess sieht vor, dass jeder zuerst ein Online-Test machen muss, damit man dann eingeordnet wird. Dabei kam bei mir A2 heraus. Allerdings hatte ich den Kurs schon gemacht, sodass ich ihn nochmal hätte machen müssen. Das schrieb ich dann auch den Tanten des Sprachzentrums. Und als Antwort bekam ich: „Ihr Niveau wurde am Ende des Frühlingssemesters 2015 durch die Dozentin evaluiert. Auch wenn Sie es mit Erfolg bestanden haben, bedeutet es nicht dass Sie schon in einer höheren Stufe sind.“
Was? Das heisst für mich, obwohl ich diesen Kurs bestanden habe, dass ich jetzt wieder eine Stufe zurückgehen muss, obwohl mir die Stufe A2 II bestätigt wurde.
Das ist wieder eine Reihe der sehr erfolgreichen Anfänge französisch zu lernen bzw. meine Demotivation zu überwinden und wieder einzusteigen. Nach der Logik hätte ich also erst A2 I bestehen müssen, damit ich dann B1 besuchen kann. A2 II baut und setzt A2 I voraus, sodass schon in den zwei Wochen kurz das A2 I wiederholt wird. Für mich ist das absolut unverständlich.
Also suchte ich nun nach anderen Möglichkeiten. Ich schrieb eine Mail an das Sprachzentrum in Neuchatel. Dort hörte ich etwa drei Wochen gar nichts. Also suchte ich weiter. Nebenher schrieb ich dann neben französisch auch deutsch und englisch – man kann ja nie sicher sein, ob sie mich verstehen und deswegen nicht antworten – eine weiter E-mail nach Neuchatel. Ich bekam die Antwort, dass das leider nicht gehen würde und ich nur den Master dort machen könnte – möglicherweise auch im Nebenfach. Kurioserweise war die Antwort in Deutsch.
Also schrieb ich nach Bern, da ich nach langer Suche gesehen hatte, dass auch dort Sprachkurse angeboten wurden. Nach langer Suche bedeutet: Wo finde ich an welcher Uni was? Ich kenne mich in der Struktur nicht aus und daher ist das immer etwas schwieriger, als wenn man an der eigenen Uni etwas sucht. In dem Semester, in dem ich eigentlich den Französisch-Kurs besuchen wollte, war allerdings die Anmeldefrist schon vorbei. Also hat das ganze nochmals ein Semester gedauert, bis ich überhaupt wieder Französisch lernen konnte.
Also wieder im darauffolgenden Semester hingeschrieben, ob ich einen höheren Kurs besuchen könne und es überhaupt möglich ist diesen zu besuchen, obwohl ich den davorliegenden nicht besucht hatte.
In Bern bekam ich die Rückmeldung nach einem Tag. Ich konnte es fast nicht glauben. Eine Universität und deren Mitarbeiter antworten mir nach einem Tag. Da musste ich schon mal den Hut ziehen. Ich habe mich ehrlicherweise hinterherrennen sehen. Also die Antwort bestand aus sehr netten Worten, die mich gerne in den Kurs B 1 II aufnehmen würden. Drei Tage später kam eine E-mail von der Lehrerin. So etwas hatte ich nicht erwartet. Absolut nicht. Sie schrieb mir, dass sie mir gerne hilft im nacharbeiten von B 1 I und ich sie jederzeit anschreiben könnte, wenn ich irgendwelche Fragen hätte. Das fand ich aussergewöhnlich und sehr hilfsbereit.

Ganz normaler Vortrag

Man hat mit jemand aus dem gleichen Studiengang einen Vortrag, mit dem man eigentlich nicht viel zu tun hat. Man war nur ein paar Mal anfangs Semester mit denen aus. Aber das zählt ja nicht. Man hat also den Vortrag vorbereitet. Während der Vorbereitung keine grossen Probleme, abstimmen wegen Termine, schnelle Antworten, alles kein grosses Problem.
Der Vortrag ist gemacht, hat schliesslich auch seine unterschiedlichen Parts aufgeteilt. Und somit kann der Tag der Präsentation kommen.
Irgendwann ist man dran und nach dem anderen Part ist man selber dran.
Man steht vorne und sieht in die überaus interessierten, aber müden Gesichter der Studenten. Es ist ja schliesslich erst elf Uhr. Und sie hatten davor schon ein Part der Vorlesung. Man ist also müde vom zuhören.
Bei Fragen bekommt man keine Antwort zurück, also kann es weitergehen. Verständnissfragen sind auch nicht so deren Sache, deshalb wird auch auf diese nicht reagiert. Verständlich, sie sind ja müde vom zuhören.
Dann nachdem man das Thema erklärt hat, versucht man eine Diskussion anzuleiern. Sekunden vergehen und werden zu Minuten und diese zu gefühlten Stunden. Aber keiner sagt etwas. Auf einmal steckt eine Person. Man ist selber etwas verdutzt, denn auf eine so schnelle Antwort ist man nicht eingestellt. Hört zu und gibt Feedback. Und versucht andere Personen anzuregen etwas zu sagen. Aber keiner sagt etwas.
Dann versucht man es mit einer anderen Frage. Bei der ist das Publikum aufgewacht und es strecken direkt zwei Personen die Hand auf. Man lässt beide zu Wort kommen, ist ja wichtig deren Meinung anzuhören. Merkt, dass die gar nicht so schlecht war und diskutiert mit. Mit dem Gefühl, dass daraus eine kleine Diskussion entstehen könnte. Aber nachdem man selbst etwas geantwortet hat und die Frage wieder zurückgab, kommt nichts. Keine Regung. Die Studenten schauen dich neugierig und desinteressiert an. Aber alle irgendwie müde. Andere sind froh, dass die Vorlesung vorbei ist.
So und nicht anderes habe ich es oft gesehen und gemerkt bei einem Vortrag in irgendeinem Fach an der Uni. Eine ganz normale Vorlesung, bei der jeder Student zufrieden ist, dass er gehen kann.