Wohnungsprobleme …

… der anderen.

Ich bin ja wie gesagt noch im zweiten Stock im Wohnheim, aber ich kann in den ersten Stock zu den drei anderen ziehen. Praktisch ist es auf alle Fälle, denn Michi und ich studieren genau das gleiche und ich war die letzte Woche praktisch die ganze Zeit unten.
Nun das Problem ist, dass jemand noch in dem Zimmer ist, in dem ich hineingehen könnte. Vanessa, sie arbeitet in Lausanne und war nur vorübergehend hier im Wohnheim. Da sie aber bis jetzt nichts gefunden hatte, weiss sie nicht ganz genau wo sie hingehen soll. Zwar hat sie ihre Mutter auf dem gleichen Stockwerk, ihre Schwester in Lausanne und noch irgendjemand im Tessin, aber zu keinen will sie. Nun geht sie für ein paar Tage zu Michi ins Zimmer.
Nun wenn ich aber nicht schnell genug runtergehe kommt jemand anderes ins Zimmer und ich muss hier oben bleiben. Verzwickte Sache.
Nun will ich aber auch nicht diejenige sein, die Vanessa aus dem Zimmer schickt und vertreibt. Also ich habe da so ein komisches Gefühl dabei. Einerseits ist es schon richtig, dass sie gehen muss, weil ihr Vertrag nur bis dahin galt aber auf der anderen Seite ist es echt beschissen, wenn ich nun dann in ein Zimmer gehe, wo jemand ausziehen musste, und diejenige nicht wusste wohin sie geht.
Nun sie könnte auch zu ihrer Schwester oder ihrer Mutter. Also ist es auch wiederum keine zu grosse Notlage.

Ich bestreche das einfach nochmal, denn ich würde echt gerne runter in den ersten Stock. Und eben wenn ich das nicht schnell mache, habe ich die Arschkarte gezogen und muss hier oben bleiben.
Ist das nicht egoistisch von mir?

geschrieben am 14.9.2010

Starting Days

Bei den Starting Days haben wir ja zwei Nächte in La Part Dieu übernachtet. Im Zimmer war ich mit einer – haltet euch fest – mit einer 19jährigen aus Solothurn (wo immer das ist in der Schweiz), die jeden Tag eineinhalb Stunden von ihren Eltern zur Uni pendelt. Also wir haben uns unglaublich gut unterhalten. Sie erzählte mir, dass in der Schweiz schon allein fünf AKW stehen und sie mit der Schule sogar eins angesehen hatten. Aber sie ist auch gegen Atomstrom. Nun ich weiss auch langsam mehr über die Schweiz kennen.

Das witzigste war, dass dort auch einer aus Hamburg war. Aus der gleichen Stadt wie Michi. Die beiden hatten dadurch schon einen besseren Draht zueinander.

Und am Sontag ist Irma aus München hier ins Wohnheim eingezogen. Sie ist 18 Jahre als. (Wieder eine so junge; aber langsam gewöhne ich mich daran.) Studiert Biomedizin.

Das alte Problem

Ich will endlich Internet. Es ist echt blöd, dass es hier nicht funktioniert und ich nicht weiß wieso. Und noch eine Woche warten? Muss ich zwar aber echt, ich habe alle meine Dateien hier drauf. Naja es ist ja nicht so, dass ich die ganze Zeit im Internet gewesen bin. Oder jetzt sein würde. Aber es ist schon praktische, denn es ist so einfach, wenn man etwas nachschauen will. Buszeiten zum Beispiel, da der hier ja nur alle halbe Stunde fährt. Oder einfach mal wieder mit Leuten schreiben und so wissen was die gemacht haben.

Eben neulich hatte mir Roman noch eine SMS geschickt, und gefragt, wann nun meine Seite online geht. Jaja, wie gesagt habe ich hier ja kein Internet und deswegen schreibe ich alles mal im Windows Live Writer vor und veröffentliche die Beiträge, wenn ich Internetanschluss habe.  Ich persönlich bin schon kurz davor gewesen mir so einen beknackten Surfstick zu kaufen.
Ich bin aber nicht die einzige die einen WLan-Anschluss will, sondern es wollen vier von sieben hier im Moment wohnenenden Leuten.
Wir müssen einfach mal zu der Schwester Monalda gehen und ihr das ans Herz legen und sie so erweichen, dass wir WLan bekommen.
Und schon wieder kotze ich mich darüber aus. Das ist so ein altbekanntes Problem, dieses Internetproblem.

Nun aber – falls ich es noch nicht schon geschrieben habe – warum wir kein WLan (was hier irgendwie anders heisst) haben:
Nun die Schwester (Oberin, wenn mich nicht alles täuscht) meint, dass ein WLan Strahlung abgibt und es so zu Beeinträchtigungen kommt.
Nun im Haus gegenüber bekomme ich auch Strahlung ab, weil er WLan hat. Selbst durch das Handynetz bekomme ich Strahlung ab, weil ich empfang habe. Naja wie auch immer.  Man kann sich einfach nicht mehr den Strahlen entziehen.

Sogar in den Starting Days waren die Leute der Meinung, dass Internet schon wichtig geworden ist und in ein paar Sachen unverzichtbar.

geschrieben am 14.9.2010

Starting Days

Ja mei, anstrengend war des in den letzten drei Tagen.
Die Starting Days waren in den Freiburger Voralpen im Nirgendwo abgeschottet von allem in den Bergen. (Oder wie eine aus Solothurn meinte, auf einem Hügel)
Es war eigentlich ganz ok dort, die Umgebung sehr schön. Überall Berge, Hügel,  Wald, Felder und sonst gar nichts.
Dort waren wir zu 20zigst aus unterschiedlichen Fachrichtungen und stimmten uns ins Studium ein. Bekamen ein paar Tips und das wars eigentlich auch schon. Nun weiß ich zwar wie ich den Studienplan technisch machen soll, aber praktisch habe ich immer noch keine Ahnung. VWL ist eben vorgegeben und das grosse Nebenfach (Gesellschafts- Kultur- und Religionswissenschaft) muss man suchen und suchen. Ich hoffe ich werde es finden und wissen wie ich das mache. Nun hierzu müssten wir dann in den überagenden Internetraum gehen und ich mir einen PC leihen von Michi. Nun ja, mal sehen wie ich das mache.

 

Nun ein paar Leute habe ich kennen gelernt. Das war glaube ich noch das wichtigste. Aber eins habe ich gemerkt, ich verstehe Schweizer Deutsch sehr viel besser als ich gedacht habe. Ist ja auch wichtig zu lernen, sonst müssen die anderen sich immer umstellen.
Aber von 20 Leuten waren wir zu 4 Deutsche. Alleine hier im Foyer gibt es von 20 Studenten/Bewohnern 5 oder 6 Deutsche.
Eine andere aus München ist am Sontag angekommen. Und, wer glaubt es kaum, wir sind mal wieder am Nachmittag im Porte de Fribourg, um ihre Anträge abzugeben. Meine verdammte Ausländerkarte ist dagegen immer noch nicht gekommen. Michi hat aber ihr Campuscard schon bekommen und ich nicht. Verdammt ich will die auch haben.

geschrieben am 14.9.2010 10:00

Wohnheim …

… und die Probleme.

Eigentlich ist es richtig schön hier. Aber es gibt auch Nachteile, wie überall. Und diese Nachteile sind nicht die Personen, die hier wohnen. Im ersten Stock wohnen wirklich nette Leute und mit denen habe ich auch schon wahnsinnig viel gesprochen. Mich sogar schon mit meinem schlechten Englisch blamiert. Egal.

Auch hier gibt es einen Arbeitsraum mit Internetanschluss. Nun dieser Raum ist etwas kleiner als mein Zimmer hier und man kommt ins Internet durch ein Lankabel. Soweit so gut. Als wir (Michi und ich; wer sonst) das ausprobieren wollten, kam ich nicht ins Internet. Aha sehr witzig. Ich schloss das Kabel an meinen Laptop an und es geschah gar nichts. Überhaupt nichts.
Jetzt muss ich mich da nochmal hinsetzten, denn so geht das gar nicht.
Und die Frage ist, wieso ich nicht hinein komme. Ich weiß es nicht. Das entzieht sich meiner Kenntnis.

Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten:
1) mit so einen (Schweizer) Surfstick zu kaufen
2) bis zur Uni warten und dort immer ins Internet gehen.

Bei Möglichkeit 2 muss ich auch immer in der Uni lernen und bei Möglichkeit 1 wäre ich flexibler.

Aber so werde ich erst einmal zur Uni warten, die ist ja schon in 2 Wochen. Die nächsten Tage bin ich auf den Starting Days und habe keine Ahnung was mich da erwartet.
Egal, überlegen muss ich mir da irgend etwas. Denn die Arbeitsplätze sind auch nicht der Burner. Mal sehen.

 

Tja es ist zwar kein Problem, aber meine Etage ist irgendwie totale tote Hose. Hier sieht man keine Seele, hier ist irgendwie nichts los. Unten ist es sehr viel schöner. Und da kenne ich die anderen Leute auch besser als hier oben. Eh klar, wenn man keine Seele trifft, oder?
Gestern hatte jemand von unten Geburtstag also sassen wir alle zusammen (die Etage 1 und ich) und assen Kuchen und feierten etwas. Fand das richtig schön.
Mal sehen wer hier noch alles kommt.

Hier müssen auch drei Leute ausziehen. Das wurde von der Sr. Hildegund vorgegeben. Eine war nur für 2 Wochen da, und danach muss sie sehen wo sie hingeht. Eine andere ist noch Gasthörerin und noch etwa eine Woche hier.
Sowas ist total schade, du gewöhnst dich an die Personen und versteht euch und auf einmal ist sie weg.
Mal sehen wer danach kommt. Und ob die genauso nett sind wie die zuvor.

geschrieben am 9.92010 12:36

Bürokratie

Hier in der Schweiz brauche ich eine Aufenthaltsgenehmigung. Eigentlich läuft das so, dass man zur Fremdenpolizei geht und ihn beantragt. Nun bei mir lief das etwas anders.
Am ersten Tag wollte ich mir beim Amt für Migration diese Genehmigung hohlen. Ich füllte die Unterlagen aus und es lief soweit alles gut. Wenn die Genehmigungen durch ist, bekomme ich einen Ausländerausweis zugeschickt. Nach dem Antrag muss man sich schliesslich noch beim Bürgeramt/Rathaus anmelden. Die Beamtin von Amt für Migration meinte, dass ich mit der Bestätigung, die ich bekommen hatte, zum Bürgeramt gehen kann. Natürlich machte ich das gleich am nächsten Tag mit Michi. Nun es funktionierte nicht. Sie wollten noch einmal die die Unterlagen, die ich zuvor schon beim Amt für Migration aufgefüllt hatte. Nun Michi hatte ihren Antrag noch nicht beantragt also spazierten wir zusammen nochmal da hin. Da sie schlauer war als ich und wir von meinem hin und her geränne gelernt hatten, nahm sie eine Kopie der Unterlagen mit und gingen mit diesen nochmals zum Bürgeramt. Dort gab sie alles ab und ist nun hier gemeldet.
Bei mir ging es weniger schnell. Als wir das zweite mal beim Amt für Migration waren, und sie die Unterlagen abgab, wollte ich von meinen eine Kopie. Nun die Beamtin meinte, dass es nicht möglich sei, denn sie wären schon in Bearbeitung und sie könne sie nicht mehr heraussuchen. Also muss ich nun warten bis ich meinen Ausweis habe und nochmals zum Bürgeramt gehen. Dieser Ausweis dauert etwa 10 Tag und dann habe ich noch 4 Tag um mich beim Bürgeramt zu melden.

Michi bekam aber zusätzlich noch Kaliumtabletten, denn 20 KM von hier steht ein Atomkraftwerk. Da war ich neugierig und las mir ihren Beipackzettel durch und dort stand, wenn Behörden Störfelle im Radio durchgeben, müsste man sie nehmen. Die Tabletten reinigen dann den Körper von der Radioaktivität.
Mich beruhigt das überhaupt gar nicht. Ich wollte auch nie in der Nähe von einem Atomkraftwerk wohnen.
Noch ein Grund mich da anzumelden.

Nun ja, bei mir dauert es immer etwas länger. Ich war jetzt jeden Tag beim Amt für Migration. Einmal alleine, das zweite Mal zeigte ich Michi das Amt, das dritte Mal holten wir die Unterlagen für sie und das vierte Mal gaben wir ihre Unterlagen ab.
Und ich war drei Mal beim Bürgeramt. Das erste mal alleine, weil ich nicht wusste wo ich die Aufenthaltsgenehmigung bekomme, das zweite mal mit der Bestätigung des Amtes für Migration und das dritte mal mit Michi als sie ihre Unterlagen abgab.

Was mich an dieser Sache so nervt ist, dass die Beamten wissen müssten, dass die vom Bürgeramt auch die Kopie der Unterlagen haben wollten. Das ist eben nicht der Fall. Und ich wusste es auch nicht besser und konnte so nichts machen.

geschrieben am 9.9.2010 12:17

Blick aus dem Fenster

Wenn ich von meinem Fenster hinaus schaue sehe ich Ziegen. Die Glöckchen höre ich auch immer wieder. Eigentlich eher ständig. Es sind richtig viele Ziegen. Am Anreisetag am 5. führte mich eben eine Zürcherin im Wohnheim herum und da vielen mir die Ziegen zuerst auf. Eigentlich frage ich mich eher was die Schwestern mit den Ziegen machen. Und wem, wenn nicht den Schwestern, gehören die Ziegen.

Aber all das ist egal, denn auf dem Weg nach Fribourg von Bourgillon den Mörderberg hinunter weiden auch Ziegen. Die haben mich auch schon entgeistert angeschaut als ich gestern bei denen vorbei gekrochen bin. In ein Paar Gesichter habe ich lesen können, dass sie sich gefragt haben, wer und was das da an ihnen vorbeigeht.
Nun zurück gegangen bin ich dann nicht mehr, sondern in die Stadt und dort einige Dinge erledigt und wieder zurück gefahren. Viel besser nicht so anstrengend und ganz chillig.

Und wenn ich aus meinem Fenster blicke, sehe ich Wälder, Wiesen, Felder. Wir sind hier auf dem Land, auf dem Dorf. Aber es ist echt verdammt schön. Ich höre jetzt auch um 1:10 nichts anderes als die Glöckchen von den Ziegen. Da fahren keine Autos, es fahren keine Busse und es ist einfach ruhig. Bis eben auf gebimmel. Aber ich finde es richtig schön. Das ist irgendwie beruhigend.

geschrieben am 8.9.2010 01:13

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Willkommen auf dem Bikini Atoll, meinem Testgebiet für Schreibübungen, Buchstabentänze und Wortgemälde. Warum das Ganze? Damit ich nicht nur für mich selber schreibe, sondern vielleicht auch jemandem eine kleine Freude mache. (unkorrigierte Basisfassungen, ich habe leider keinen Lektor)

Knight Owl

I'd risk the fall, just to know how it feels to fly.

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Die Zeit vergeht. Und ich lebe das Leben, so wie es kommt.

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