Wohnheim …

… und die Probleme.

Eigentlich ist es richtig schön hier. Aber es gibt auch Nachteile, wie überall. Und diese Nachteile sind nicht die Personen, die hier wohnen. Im ersten Stock wohnen wirklich nette Leute und mit denen habe ich auch schon wahnsinnig viel gesprochen. Mich sogar schon mit meinem schlechten Englisch blamiert. Egal.

Auch hier gibt es einen Arbeitsraum mit Internetanschluss. Nun dieser Raum ist etwas kleiner als mein Zimmer hier und man kommt ins Internet durch ein Lankabel. Soweit so gut. Als wir (Michi und ich; wer sonst) das ausprobieren wollten, kam ich nicht ins Internet. Aha sehr witzig. Ich schloss das Kabel an meinen Laptop an und es geschah gar nichts. Überhaupt nichts.
Jetzt muss ich mich da nochmal hinsetzten, denn so geht das gar nicht.
Und die Frage ist, wieso ich nicht hinein komme. Ich weiß es nicht. Das entzieht sich meiner Kenntnis.

Jetzt habe ich zwei Möglichkeiten:
1) mit so einen (Schweizer) Surfstick zu kaufen
2) bis zur Uni warten und dort immer ins Internet gehen.

Bei Möglichkeit 2 muss ich auch immer in der Uni lernen und bei Möglichkeit 1 wäre ich flexibler.

Aber so werde ich erst einmal zur Uni warten, die ist ja schon in 2 Wochen. Die nächsten Tage bin ich auf den Starting Days und habe keine Ahnung was mich da erwartet.
Egal, überlegen muss ich mir da irgend etwas. Denn die Arbeitsplätze sind auch nicht der Burner. Mal sehen.

 

Tja es ist zwar kein Problem, aber meine Etage ist irgendwie totale tote Hose. Hier sieht man keine Seele, hier ist irgendwie nichts los. Unten ist es sehr viel schöner. Und da kenne ich die anderen Leute auch besser als hier oben. Eh klar, wenn man keine Seele trifft, oder?
Gestern hatte jemand von unten Geburtstag also sassen wir alle zusammen (die Etage 1 und ich) und assen Kuchen und feierten etwas. Fand das richtig schön.
Mal sehen wer hier noch alles kommt.

Hier müssen auch drei Leute ausziehen. Das wurde von der Sr. Hildegund vorgegeben. Eine war nur für 2 Wochen da, und danach muss sie sehen wo sie hingeht. Eine andere ist noch Gasthörerin und noch etwa eine Woche hier.
Sowas ist total schade, du gewöhnst dich an die Personen und versteht euch und auf einmal ist sie weg.
Mal sehen wer danach kommt. Und ob die genauso nett sind wie die zuvor.

geschrieben am 9.92010 12:36
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Bürokratie

Hier in der Schweiz brauche ich eine Aufenthaltsgenehmigung. Eigentlich läuft das so, dass man zur Fremdenpolizei geht und ihn beantragt. Nun bei mir lief das etwas anders.
Am ersten Tag wollte ich mir beim Amt für Migration diese Genehmigung hohlen. Ich füllte die Unterlagen aus und es lief soweit alles gut. Wenn die Genehmigungen durch ist, bekomme ich einen Ausländerausweis zugeschickt. Nach dem Antrag muss man sich schliesslich noch beim Bürgeramt/Rathaus anmelden. Die Beamtin von Amt für Migration meinte, dass ich mit der Bestätigung, die ich bekommen hatte, zum Bürgeramt gehen kann. Natürlich machte ich das gleich am nächsten Tag mit Michi. Nun es funktionierte nicht. Sie wollten noch einmal die die Unterlagen, die ich zuvor schon beim Amt für Migration aufgefüllt hatte. Nun Michi hatte ihren Antrag noch nicht beantragt also spazierten wir zusammen nochmal da hin. Da sie schlauer war als ich und wir von meinem hin und her geränne gelernt hatten, nahm sie eine Kopie der Unterlagen mit und gingen mit diesen nochmals zum Bürgeramt. Dort gab sie alles ab und ist nun hier gemeldet.
Bei mir ging es weniger schnell. Als wir das zweite mal beim Amt für Migration waren, und sie die Unterlagen abgab, wollte ich von meinen eine Kopie. Nun die Beamtin meinte, dass es nicht möglich sei, denn sie wären schon in Bearbeitung und sie könne sie nicht mehr heraussuchen. Also muss ich nun warten bis ich meinen Ausweis habe und nochmals zum Bürgeramt gehen. Dieser Ausweis dauert etwa 10 Tag und dann habe ich noch 4 Tag um mich beim Bürgeramt zu melden.

Michi bekam aber zusätzlich noch Kaliumtabletten, denn 20 KM von hier steht ein Atomkraftwerk. Da war ich neugierig und las mir ihren Beipackzettel durch und dort stand, wenn Behörden Störfelle im Radio durchgeben, müsste man sie nehmen. Die Tabletten reinigen dann den Körper von der Radioaktivität.
Mich beruhigt das überhaupt gar nicht. Ich wollte auch nie in der Nähe von einem Atomkraftwerk wohnen.
Noch ein Grund mich da anzumelden.

Nun ja, bei mir dauert es immer etwas länger. Ich war jetzt jeden Tag beim Amt für Migration. Einmal alleine, das zweite Mal zeigte ich Michi das Amt, das dritte Mal holten wir die Unterlagen für sie und das vierte Mal gaben wir ihre Unterlagen ab.
Und ich war drei Mal beim Bürgeramt. Das erste mal alleine, weil ich nicht wusste wo ich die Aufenthaltsgenehmigung bekomme, das zweite mal mit der Bestätigung des Amtes für Migration und das dritte mal mit Michi als sie ihre Unterlagen abgab.

Was mich an dieser Sache so nervt ist, dass die Beamten wissen müssten, dass die vom Bürgeramt auch die Kopie der Unterlagen haben wollten. Das ist eben nicht der Fall. Und ich wusste es auch nicht besser und konnte so nichts machen.

geschrieben am 9.9.2010 12:17

Blick aus dem Fenster

Wenn ich von meinem Fenster hinaus schaue sehe ich Ziegen. Die Glöckchen höre ich auch immer wieder. Eigentlich eher ständig. Es sind richtig viele Ziegen. Am Anreisetag am 5. führte mich eben eine Zürcherin im Wohnheim herum und da vielen mir die Ziegen zuerst auf. Eigentlich frage ich mich eher was die Schwestern mit den Ziegen machen. Und wem, wenn nicht den Schwestern, gehören die Ziegen.

Aber all das ist egal, denn auf dem Weg nach Fribourg von Bourgillon den Mörderberg hinunter weiden auch Ziegen. Die haben mich auch schon entgeistert angeschaut als ich gestern bei denen vorbei gekrochen bin. In ein Paar Gesichter habe ich lesen können, dass sie sich gefragt haben, wer und was das da an ihnen vorbeigeht.
Nun zurück gegangen bin ich dann nicht mehr, sondern in die Stadt und dort einige Dinge erledigt und wieder zurück gefahren. Viel besser nicht so anstrengend und ganz chillig.

Und wenn ich aus meinem Fenster blicke, sehe ich Wälder, Wiesen, Felder. Wir sind hier auf dem Land, auf dem Dorf. Aber es ist echt verdammt schön. Ich höre jetzt auch um 1:10 nichts anderes als die Glöckchen von den Ziegen. Da fahren keine Autos, es fahren keine Busse und es ist einfach ruhig. Bis eben auf gebimmel. Aber ich finde es richtig schön. Das ist irgendwie beruhigend.

geschrieben am 8.9.2010 01:13

Zuerst einmal

Wo soll ich hier nun anfangen? Es ist viel – sehr viel – passiert. Viele neue eindrücke.

Nun fangen wir dann mit der Stadt an. Fribourg in der Schweiz. Eine sehr alte Stadt. Gelegen und umgeben von Hügeln. Ich dachte eigentlich immer, dass ich aus den Bergen heraus will. Aber JETZT bin ich so richtig RICHTIG drinnen in den Hügeln und Bergen. Also ich wohne ja in Bourgillon. Wenn man nun von dort nach Fribourg gehen will, an sich nicht sehr weit, muss man erst einmal einen Berg herunter und später steht man im Tal, durch das die Sarine, der Fluss, durchfließt. Wenn man über diesen Fluss geht, muss man genau das was man vorher herunter gegangen ist wieder hochgehen. Nun eigentlich würde das mehr oder weniger gute halbe Stunde dauern, wenn es gerade wäre. Aber ist es ja nicht, und so hat man gefühlte zwei Pausen und fünf Stops später diesen Berg erklommen.
Aber man muss ja nicht gehen. Es fährt ja auch ein Bus.
Aber es ist richtig richtig schön hier. Wenn du von Fribourg nach Bourgillon fährst hast du einen tollen ausblick über die Stadt.
Ich Vollpfosten habe auch beim ersten mal nicht meine Kamera mit, als ich den Berg von Bourgillon runter bin. Das muss ich also noch nachholen, denn ich will eigene Bilder machen.

 

Das Wohnheim ist von Schwestern geführt und es wohnen 20 Studenten hier. Am 5. kam auch noch eine Deutsche mit mir an. Zwar später, so sahen wir uns am ersten Tag nicht. Wir trafen uns erst einen Tag später.

Ein sehr witziger Zufall. Ich kam gerade von der Stadt und auf dem Weg in mein Zimmer traf ich Schwester Hildegard, die mir mitteilte, dass mich jemand gesucht hätte. Nun bin ich dann direkt in das Zimmer von der Person, die mich suchte. Es stellte sich heraus, dass sie auch aus Deutschland ist und genau das gleiche studiert wie ich. Am selben Tag sind wir dann noch in die Stadt gegangen, weil sie sich irgendwas kaufen wollte.
Und nun ziehen wir zusammen los.

Wir brauchen ja genau die gleichen Dinge. Also machen wir sie zusammen.
Sie braucht ein Bankkonto. Ich habe schon eins. Normalerweise braucht man dazu die Aufenthaltsgenehmigung. Nun bei mir ging es ohne.
Sie braucht ein Handy. Nun ich habe schon eine Natelnummer. Ich bin da in den Orange-Shop rein spaziert und habe gesagt, dass ich eine Prepaid-Karte brauche und die hat mir eine verkauft. Zu ihr wurde gesagt, dass sie zuerst die Aufenthaltsgenehmigung brauchen würde.
Jaja, ich bin etwas besonderes und ich brauche gar nichts. Komisch ist es trotzdem.

geschrieben am 8.9.2010

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